Mythos geklärt?

Neue Beweise: Das ist die Identität von Jack The Ripper!

Die Identität von Jack The Ripper bleibt eines der größten Kriminal-Mysterien der Geschichte.

James Maybrick: Ist das der bürgerliche Name von Jack The Ripper?
Jack The Ripper: Hieß der Serienmörder tatsächlich James Maybrick? Foto: Unilad
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Jack the Ripper: Identität

Die brutalen Verbrechen des Serienmörders faszinieren uns seit über hundert Jahren und lieferten den Stoff für diverse Bücher, Filme und TV-Serien.

Mysteriöserweise wusste niemand, wie der bürgerliche Name des Prostituierten-Schlächters lautete - bis jetzt. 

Denn ein Tagebuch, über das bereits seit Jahrzehnten kritisch diskutiert wird, könnte die Identität der Kriminal-Ikone nun geklärt haben.

Das Schriftstück - angeblich von James Maybrick verfasst - ist erstmals vor ungefähr 25 Jahren aufgetaucht.

Im Tagebuch gibt der Baumwoll-Händler die Morde an fünf Frauen in London sowie einer weiteren Prostituierten in Manchester zu. 

Seine Geständnisse unterschrieb er mit folgenden gruseligen Worten:

"Ich gebe meinen Namen preis, so dass die Geschichte erzählen kann, was liebe einem geborenen Gentleman antun kann.

Hochachtungsvoll,
Jack The Ripper"

Die Herkunft das Buches ist unbekannt, seine Authentizität wurde von Experten immer wieder angezweifelt. 

Jetzt aber behaupten Forscher, stichfeste Beweise für dessen Echtheit gefunden zu haben. 

Doch werfen wir zunächst einen Blick auf die Geschichte des Tagebuch-Funds.

Das Schrifststück tauchte erstmals 1992 auf, als ein Mann namens Mike Barrett behauptete, es von einem Freund erhalten zu haben.

Allerdings gab er keine wirklich Antwort darauf, woher er das Buch hatte. Doch warum diese Verschwiegenheit?

Rätsel um Jack the Ripper gelöst?

Ripper-Experte Robert Smith behauptet, dass Barrett und seine Freunde aus Angst vor Strafverfolgung nicht die Herkunft des Buches verrieten.

Nun aber habe er Gewissheit, wie der Mann seinerzeit an das sagenumwobene Buch gekommen war:

"Nach intensiver Recherche, hauptsächlich von Bruce Robinson, können wir nun eine Fährte aufzeigen, die uns direkt in Maybrick’s Zuhause führt."

Der potenzielle Ripper Maybrick lebte vor seinem Tod 1989 in einem wohlhabenden Viertel von Liverpool.

Genauer gesagt im "Battlecrease House", in dem 1992 umfassenden Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden.

Unter anderem von den drei Handwerkern Arthur Rigby, James Coufopoulos und Eddie Lyons.

Lyons verbrachte viel Zeit im Pub "The Saddle Inn", in dem sich auch Mike Barrett gerne herumtrieb. 

Basierend auf den Arbeitsprotokollen der drei Handwerker schufteten sie am selben Tag in Maybricks ehemaligem Domizil, an dem Barrett Verlegerin Doreen Montgomery anrief und ihr vom Ripper-Tagebuch erzählte. 

Hier besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen dem Buch und seiner Veröffentlichung. 

Deal mit Londoner Agent?

Allerdings wurden die Dinge 1995 kompliziert, als Barrett eine eidesstattliche Aussage abgab, dass er den Fund gefälscht habe. 

Dieses Statement zog er jedoch später zurück. In einem finalen Twist versicherten schließlich alle drei Arbeiter, dass sie in keiner Weise mit dem Buch in Verbindung stünden.  

Smith ist sich dennoch sicher, dass das Schrifstück authentisch ist und begründet das Ganze wie folgt:

"Der neue und unbestreitbare Beweis ist die Tatsache, dass das Tagebuch am 9. März 1992 unter den Dielen von James Maybricks ehemaligen Schlafzimmer entwendet und am selben Tag einem Londoner Literatur-Agenten angeboten wurde. 

Das bedeutet folgerichtig, dass James Maybrick wahrscheinlich der Autor ist. War er Jack The Ripper? Er ist nun auf jeden Fall ein heißer Kandidat, aber der Streit um die Identität des Rippers wird wohl noch für mindesten ein Jahrzehnt weitergehen." Wir sind gespannt auf die nächsten Kapitel in dieser komplizierten wie unterhaltsamen Suche nach der Wahrheit.

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