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Weltfrauentag

Equal Pay Day: Warum es den Kampftag für Lohngerechtigkeit braucht

Der Equal Pay Day findet dieses Jahr in Deutschland am 17. März statt. Wir haben die Geschichte des Kampftags für dich zusammengefasst.

Mann und Frau
Equal Pay Day: Warum es den Kampftag für Lohngerechtigkeit braucht Foto: Männersache

Equal Pay Day: 77 Tage Arbeit für lau

Momentan verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger für die gleiche Arbeit wie ihre männlichen Kollegen. Diese Lohnlücke, im Englischen Gender Pay Gap genannt, erklärt, warum es den Equal Pay Day braucht:

Gehalt ist immer noch zu eng mit dem Geschlecht eines Menschen verknüpft.

In diesem Jahr findet der Equal Pay Day unter dem Motto "Auf Augenhöhe verhandeln – WIR SIND BEREIT" statt.

Übrigens: 21 Prozent weniger Gehalt ist gleichzusetzen mit 77 vollen Arbeitstagen, die Frauen kostenunentgeltlich arbeiten.

Die Geschichte des EPD

Seine Wurzeln hat der Equal Pay Day in den USA: 1966 zum ersten Mal vom "National Committee on Pay Equity" (NCPE) veranstaltet, sollte der Kampftag auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam machen. Das NCPE setzt sich aus unterschiedlichen Frauen- und Bürgerrechtsorganisationen, Gewerkschaften und katholischen sowie beruflichen Vereinigungen zusammen.

2007 schwappte der amerikanische Aktivismus nach Deutschland über: Das Frauen-Berufsnetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. übersetzte die amerikanische "Red Purse Campaign" zur "Initiative Rote Tasche". Die roten Taschen standen als Sinnbild dafür, dass Frauen weniger Geld in den Taschen haben als Männer.

Von dieser Initiative bis zum ersten deutschen Equal Pay Day dauerte es gerade einmal ein Jahr: 2008 wurde der erste EPD hierzulande gefeiert.

Einer macht's vor, viele machen mit

Aktuell findet der Equal Pay Day in 23 europäischen Ländern statt, darunter Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien, Schweden und Tschechien.

Anders als der Weltfrauentag, der jedes Jahr am 8. März begangen wird, variieren die Daten des Equal Pay Days. In Deutschland finden 2020 über den gesamten März verteilt Aktionen statt, wobei der eigentliche Equal Pay Day der 17. März 2020 sein wird.

Lohngerechtigkeit und Politik

Die deutsche Gender Pay Gap von 21 Prozent beweist, dass in Sachen Lohngerechtigkeit noch einiges getan werden muss.

Auch in anderen europäischen Ländern gibt es eine Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Eine Übersicht der Eurostat Datenbank zeigt, dass die GPG in Österreich bei 19,6 Prozent liegt, in Frankreich bei 15,5 Prozent und in Island bei 13,3 Prozent.

Größer als in Deutschland ist die Lücke nur in Estland: Der Staat im Baltikum kommt auf 22,7 Prozent.

Anlässlich des Weltfrauentags beziehen wir vom 8. bis 17. März in einer 10-tägigen Aktionswoche gemeinsam mit der deutschen Cosmopolitan Stellung zu Themen wie Selbstliebe, Zugang zu Bildung, Diskriminierung, Frauengesundheit, Gewalt gegen Frauen, Karriere, Happiness, sexuelle Selbstbestimmung, Zusammenhalt und Lohngleichheit. Wir unterstützen die Initiative #supporther by Cosmopolitan. Gegenseitiger Support treibt uns an: Denn Frauensache ist auch Männersache. Lasst uns gemeinsam etwas bewegen!

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