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Sperrzone

Deutschland öffnet "verbotene Insel" für Touristen

Die Halbinsel Wustrow hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Eigentlich ist sie ein Garten Eden, allerdings ein gut bewachter. Ein Zaun zeigt an, bis wohin sich die Touristen aus dem angrenzenden Rerik vorwagen dürfen. Wachleute sichern ihn. Und er reicht bis in Meer.

Halbinsel Wustrow
Halbinsel Wustrow iStock / traumschoen

Aber jetzt tut sich etwas auf dem Gelände. Lange verschlossene Tore werden aufgesperrt und eine begrenzte Anzahl Touristen – nicht mehr als 20 – dürfen eine Kutschfahrt machen.

Unter Aufsicht, versteht sich. Und auch nur, wenn sie vorher unterschrieben haben, nicht von der Kutsche zu springen und sich alleine durchs Gelände zu bewegen.

Was zunächst wie Bevormundung aussieht, hat allerdings einen triftigen Grund. Zuerst waren die Nazis auf der Halbinsel, später die Russen. Und die zogen erst 1993 endgültig ab.

Nach knapp einem halben Jahrhundert als Soldatenstützpunkt und Truppenübungsplatz ist fast das gesamte Gelände stark munitionsverseucht.

Zunächst hatte ein privater Inverstor, der das Gelände von der Treuhand übernahm, dafür gesorgt, dass 300 Hektar des insgesamt 700 Hektar großen Areals bis in zwei Meter Tiefe umgegraben und von Munition und Sprengstoffen befreit wurde.

Die Kosten gedachte er durch Tourismus für Wohlbetuchte wieder hereinzuholen. Doch die Gemeinde Rerik stellte sich quer. Seitdem herrschte bis vor kurzem Eiszeit zwischen den Parteien.

Die jetzt genehmigte Kutschfahrt kann als kleines Zeichen der Entspannung gedeutet werden. Zumindest stellt sie die einmalige Chance dar, durch ehemals verbotenes, fast schon mystisches Gelände zu fahren, verfallene Offiziersbaracken inklusive.

Ach ja, wunderschön ist es dort übrigens auch noch.

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