Corona-Update

Deutscher Professor sicher: Coronavirus stammt aus Labor in Wuhan

Der Nanowissenschaftler Roland Wiesendanger von der Uni Hamburg ist der Überzeugung, dass das Coronavirus seinen Ursprung doch in einem Labor im chinesischen Wuhan hat.

Coronavirus
Das Coronavirus stammt laut dem Professor Roland Wiesendanger doch aus einem Labor in Wuhan (Symbolbild) Foto: iStock / wildpixel
Auf Pinterest merken

"Corona kam doch aus einem Labor in Wuhan"

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren Anfang dieses Jahres mehrere Wochen lang in Wuhan unterwegs, um nach dem Ursprung des Coronavirus zu forschen – wir berichteten. Dabei kamen sie u. a. zu dem Schluss, dass ein Laborunfall "extrem unwahrscheinlich" sei.

Der Nanowissenschaftler Roland Wiesendanger von der Uni Hamburg sieht das einem Bericht der Bild zufolge nach der Auswertung von "600 Hinweisen" ganz anders. "Corona kam doch aus einem Labor in Wuhan", sagte er gegenüber der Zeitung.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zahlreiche Indizien

Der 59-jährige Professor veröffentlichte am gestrigen Donnerstag (18. Februar 2021) eine Studie, in der er zahlreiche Indizien aufführt, die dafür sprechen, dass der Ausbruch der Corona-Pandemie auf einen Laborunfall am virologischen Institut der chinesischen Stadt Wuhan zurückzuführen sei.

Dazu zählt u. a. die Erkenntnis, dass Coronaviren "erstaunlich gut an menschliche Zellrezeptoren ankoppeln und in menschliche Zellen eindringen" können, was "auf einen nicht-natürlichen Ursprung" des Erregers hindeute.

Dass das Coronavirus in Fledermäusen entstanden ist und sich über den Wildtiermarkt in Wuhan verbreitete, ergibt für Wiesendanger insofern keinen Sinn, als dass dort seinen Recherchen nach gar keine Fledermäuse angeboten wurden. Im virologischen Institut gäbe es dagegen "eine der weltweit größten Sammlungen von Fledermauserregern, welche von weit entfernten Höhlen in südchinesischen Provinzen stammen".

Er hält es für ausgeschlossen, dass die Tiere auf natürliche Weise die rund 2.000 Kilometer von den Höhlen nach Wuhan zurückgelegt und dann dort zufällig eine Pandemie ausgelöst haben. Vielmehr seien zahlreiche Hinweise dafür vorhanden, dass sich zuerst eine junge Wissenschaftlerin des Instituts infiziert hat.

Deutsche Geheimdienste ebenfalls auf Ursprungssuche

Auch hochrangige Berater der Bundesregierung hegen laut Bild-Informationen bereits seit Herbst 2020 den Verdacht, dass ein Laborunfall die Corona-Pandemie ausgelöst hat, da das Virus über Eigenschaften verfüge, die einer natürlichen Entwicklung widersprechen.

Es gibt jedoch auch Experten, beispielsweise den Virologen Bernhard Fleckenstein, die von der Theorie Wiesendangers "nicht überzeugt" sind. Unterdessen wird der Ursprung der Pandemie angeblich auch von deutschen Geheimdiensten untersucht, bislang jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.