Kampf dem Vegetarismus Fleischmogul kündigt Ende des Veggie-Booms an

27.10.2017
Tönnies ist Fleischindustrieller und sitzt im Aufsichtsrat von Schalke
© gettyimages/SASCHA SCHUERMANN; iStock/grandriver

Der Fleisch-Industrielle und Schalke-04-Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies ist überzeugt, dass der Veggie-Boom bald zu Ende ist.

Dass es bei Schalke 04 gerade ganz gut läuft, ist nicht der einzige Grund, warum Clemens Tönnies gut gelaunt ist. Auch das Fleisch-Geschäft kann sich sehen lassen.

"Der Veggie-Boom ist vorbei. Der Handel beobachtet einen dramatischen Rückgang der Verkäufe", sagte Tönnies laut WAZ. Allerdings bezieht er sich damit nicht auf einen Rückgang der Verkäufe von Obst und Gemüse. Rückläufig sind nur die industriell gefertigten Fleisch-Imitate, denen Stiftung Warentest und Öko-Test viele Schadstoffe nachweisen konnten.

Trotz Rückgang des Fleischkonsums in Deutschland, ist sich der Industrielle aber sicher: Deutschland bleibt eine Nation der Fleischesser. Im letzten Jahr schlachtete sein Unternehmen 20,4 Millionen Schweine. Das sind 400.000 mehr als noch 2015. Allein in Deutschland waren es 17 Millionen Schweine.

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Diese Zahlen sind schier unvorstellbar. Dabei wird Tönnies für seine Praktiken im Umgang der Tierverarbeitung von Tierschützern stark kritisiert. Diese Vorwürfe weist Tönnies jedoch von sich.

"Wir behandeln Tiere ordentlich, so lange sie leben. Erst danach sind sie Material", sagt der Industrielle.  Den Preiskampf beim Fleisch in den Supermarkt-Theken und in den Kühltruhen der Discounter sieht Tönnies als Folge des funktionierenden Wettbewerbs: "Wir stehen unter dem ständigen Zwang, unsere Produktion zu optimieren."

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