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Berliner U-Bahn-Station soll wegen Rassismus-Vorwürfen umbenannt werden – dann wird es peinlich

In Rahmen der Tilgung rassistisch anrüchiger Namen und Symbole im öffentlichen Raum geriet nun auch eine Berliner U-Bahn-Station ins Visier – doch dann wurde es richtig peinlich.

Berliner U-Bahn
Posse um die Umbenennung einer Berliner U-Bahn-Station (Symbolfoto) Foto: Getty Images / Sean Gallup

Rassismus: Berliner U-Bahn-Station soll umbenannt werden

Die "Black Lives Matter"-Bewegung ist in Deutschland angekommen, denn auch hierzulande werden nun Begriffe und Symbole kritisch hinterfragt, die zum Teil einen offen rassistisch motivierten Hintergrund haben.

Deswegen soll die Berliner U-Bahn-Station Mohrenstraße umbenannt werden.

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Das Problem

Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen die U-Bahnstation Mohrenstraße in Glinkastraße umbenennen, weil nach eigenen Angaben ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden soll. Doch dieser Plan stößt auf Widerstand, weil Experten davon ausgehen, dass der russische Komponist Michail Iwanowitsch Glinka ein Antisemit war.

Dessen bekanntestes Werk "Fürst Cholmskij" handelt von einer jüdischen Verschwörung, um das russische Reich zu destabilisieren. Auch soll Glinka jüdische Bekannte zeitlebends abwertend bezeichnet haben.

BVG unter Zugzwang

Bislang hat sich die BVG noch nicht zu den neuerlichen Antisemitismus-Vorwürfen geäußert, wie die "Bild" berichtet.

Als Mohren wurden in der Vergangenheit dunkelhäutige Menschen in deutlich diskriminierender Art und Weise betitelt.

Michail Iwanowitsch Glinka wurde 1804 im russischen Nowospasskoje geboren und verstarb 1857 in Berlin. Er gilt als Schöpfer einer eigenständigen klassischen Musik Russlands.