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Wegen "Vagina-Flöte": Drohen RTL jetzt Konsequenzen?

Die "Vaginal-Flötenspielerin" hat beim RTL-Supertalent viel Aufsehen erregt. Die zuständige Landesmedienanstalt prüfte den Fall. Drohen RTL jetzt Konsequenzen?

Supertalent-Jury 2024
Drohen RTL wegen dem Auftritt der Vaginal-Flötenspielerin Konsequenzen? (Symbolbild) Foto: RTL
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Der Supertalent-Auftritt von Australierin Beatrice McQueef, besser bekannt als die Vaginal-Flötenspielerin, hat nicht nur die Juroren und das Publikum von "Das Supertalent" schockiert.

Neben dem medialen Tsunami des Entsetzens, der sich nach der Ausstrahlung auftürmte, hat sich jetzt auch die zuständige Landesmedienanstalt zu dem Auftritt geäußert.

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Auftritt der Vaginal-Flötenspielerin sorgte landesweit für Entsetzen

Es war eine Szene, die sich ungewollt in die Netzhaut brennt. Eine Situation, bei der man hinschauen muss, obwohl man nicht will. Eigentlich lebt die RTL-Show "Das Supertalent" von den guten, gerade aber auch von den schlechten oder kuriosen Auftritten der vermeintlichen Talente. Jedoch ging der geschmacklose Auftritt der Vaginal-Flötenspielerin zu weit.

Kurz für die, die es nicht gesehen haben: Beatrice McQueef betrat in Dessous und Strapsen die Bühne, hängt sich kopfüber, mit gespreizten Beinen auf zwei Stuhllehnen auf und spielte im Spagat auf einer Flöte – mit ihrer Vagina. Minderjährige Zuschauer:innen mussten vor dem Auftritt den Saal verlassen.

Aber warum hat sich RTL dazu entschieden, McQueef spielen zu lassen? Auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung erklärt der Sender, dass sich RTL bewusst war, dass der Auftritt von Beatrice McQueef bei "Das Supertalent" unterschiedliche Reaktionen hervorrufen könnte. Man hätte jedoch nicht auf das "ungewöhnliche Talent, die Blockflöte durch Akrobatik und den Einsatz ihres Beckenbodens zu spielen" verzichten wollen.

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RTL drohen keine Konsequenzen

Obwohl RTL zu seiner Entscheidung steht, stimmte eine Instanz zunächst andere Töne an. Nach Zuschauerbeschwerden prüfte nämlich die zuständige niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) den Fall.

Anders als erwartet, drohen RTL jedoch keine Konsequenzen. Laut dem NLM mag die Flöten-Performance zwar geschmacklos gewesen sein, verstoße jedoch nicht gegen den Jugendschutz. Professor Christian Krebs (NLM-Direktor) gab gegenüber der Bild an: "Voraussetzung für ein Einschreiten der NLM als Aufsichtsbehörde im Bereich des Jugendschutzes ist es, dass ein Inhalt im Nachhinein, also nach der Ausstrahlung, als konkreter Rechtsverstoß identifiziert wird." Nach Ansicht der Niedersächsischen Landesmedienanstalt sei dies nicht der Fall.

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Gemessen an den Regularien der Aufsichtsbehörde wurde bei McQueefs Auftritt keine Pornografie gezeigt. Für Kinder sei der Auftritt kein "entwicklungsbeeinträchtigender Medieninhalt" gewesen, da die Sendung erst ab 20:15 beginnt. Und so Krebs final: "Ich habe Verständnis dafür, dass man den Auftritt als Geschmacklosigkeit sehen kann. Allerdings ist die Aufgabe der öffentlichen Medienaufsicht nicht, Geschmacksfragen zu sanktionieren. Aus der rein aufsichtsrechtlichen Perspektive der NLM werden wir hier nicht weiter tätig werden."

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