Jurassic Park, wir kommen Schwangerer T-Rex entdeckt: Skelett enthält wohl DNA

Redaktion Männersache 01.07.2018
US-Forscher haben das Skelett eines schwangeren T-Rex inklusive DNA-Spuren entdeckt
© tumblr/dinosaursalldamnday

Könnte "Jurassic Park" bald Realität werden? Im US-Bundesstaat Montana wurde das Fossil eines schwangeren Tyrannosaurus Rex gefunden.

Die Überreste des urzeitlichen Raubtiers könnten sogar DNA enthalten, wie die renommierte amerikanische Paläontologin Lindsay Zanno gegenüber dem US-Wissenschaftsmagazin "Discovery News" erklärte:

"Es gibt Hinweise, dass Fragmente von Dinosaurier-DNA in den Fossilen konserviert sind, aber das müssen wir noch ausführlich testen."

Kein Zweifel besteht hingegen daran, dass der T-Rex zum Zeitpunkt seines Todes schwanger war.

So entwickelt sich bei Dinosauriern während der Schwangerschaft ein bestimmter Knochen, der nur vor und während des Eierlegens im Körper vorhanden ist. Ein Phänomen, das auch bei Vögeln zu beobachten ist.

Forscher haben das Skelett eines schwangeren Tyrannosaurs Rex entdeckt
© seeker.com

"Der sogenannte 'Medullary Bone' verschwindet, sobald das Weibchen all ihre Eier gelegt hat", erklärt Zanno, die als Biologie-Forscherin an der "North Caroline State University" arbeitet.

Zanno und ihre Kollegin Mary Schweitzer konnten mithilfe einer chemischen Analyse nachweisen, dass der geborgene Raubsaurier tatsächlich einen "Medullary Bone" enthält.

Das spezielle Gewebe des Knochens fungiert demnach als zusätzlicher Calciumspeicher, damit die Tiere für die Produktion ihrer Eier nicht auf die Calcium-Vorräte in ihren Knochen zurückgreifen müssen.

 

Auf diesem Wege würde der Tyrannosaurus nicht sein Skelett schwächen, so wie es beispielsweise Krokodile – nach aktuellem Wissensstand die engsten lebenden Verwandten der Dinosaurier – zu tun pflegen.

Die Überreste des T-Rex, die mit dem medullären Gewebe von Vogelsträußen und Hühnern übereinstimmen, enthalten "Keratansulfat", eine Substanz, die laut dem US-Portal "seeker.com"in keinem anderen Knochentyp als dem "Medullary Bone" vorkommt.

Wie die Website weiter berichtet, haben Wissenschaftler der "University of California and Berkeley" in einer anderen Studie den "Medullary Bone" im fleischfressenden Dinosaurier Allosaursus sowie dem pflanzenfressenden Dino Tenontosaurus nachweisen können:

"Wir waren sehr glücklich, diese weiblichen Fossilien entdeckt zu haben. Der 'Medullary Bone' ist nur für drei bis vier Wochen im Weibchen vorhanden. Da sie wiederholt fruchtbar sind, muss man eine Menge Dinosaurierknochen aufschneiden, um dieses Gewebe zu finden", wird die leitende Forscherin Sarah Werning zitiert.

Da das Forschungsteam um Zanno ihr T-Rex-Skelett nahezu vollständig bergen konnten, dürften die Paläontologen wohl bald detailliertere Informationen zum seit 65 Millionen Jahre schwangeren Tyrannosaurus machen können.

Bisher ist lediglich bekannt, dass die werdende T-Rex-Mutter zum Zeitpunkt ihres Ablebens 16-20 Jahren alt war. Die Todesursache ist bisher nicht geklärt.

Inwiefern die DNA dazu genutzt werden kann, den Raubsaurier zu klonen und damit die feuchten Träume alles "Jurassic Park"-Fans real werden zu lassen, steht ebenfalls noch in den Sternen.

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