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Papst zum frauenfeindlichsten Mann des Jahres ernannt worden

Papst Franziskus wurde zum "Sexist Man Alive" gekürt. Er sei das Oberhaupt eines undurchdringbaren Männerbundes. Die Hintergründe.

Papst Franziskus
Papst Franziskus Foto: Imago / Zuma Wire

Jährlich kürt das "People" Magazine den "Sexiest Man Alive". 2020 war es Michael B. Jordan, 2019 John Legend und 2018 Idris Elba. An dieses Voting angelehnt wurde nun der "Sexist Man Alive" gewählt - klingt ähnlich und meint doch etwas ganz anderes.

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Der deutlich weniger schmeichelnde Titel des sexistischsten Mannes geht an niemand geringeren als das Oberhaupt der katholisch-römischen Kirche.

Chef eines frauenfeindlichen Systems

Als Frauenfeind Nummer 1 wurde er von dem feministischen Magazin "Emma" ernannt, das von Alice Schwarzer gegründet wurde. Papst Franziskus kürt somit das Titelbild der aktuellen Ausgabe. Obwohl das Magazin auch die guten Seiten des argentinischen Papstes erwähnt, begründet es seine Entscheidung wie folgt:

"Auch dieser Papst ist der Chef eines Apartheidsystems, in dem Frauen Menschen zweiter Klasse sind." Allein aufgrund ihres biologischen Geschlechts müssten sie den frommen Herren dienen und die Kirchenböden schrubben. Sie seien zudem von vielen wichtigen religiösen Bräuchen ausgeschlossen, wie beispielsweise der Priesterweihe.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kritik an dem System der katholischen Kirche geübt wird. Erst zu Beginn des Jahres wurde über die feministische Protestbewegung "Maria 2.0" berichtet. Sie fordern eine Reform der Kirche - und dazu gehört auch die "Zulassung von Frauen zu allen Weiheämtern".

Undurchdringbarer Männerbund

"Auch im 21. Jahrhundert steht der Vatikan an der Spitze des ältesten, hermetischsten Männerbundes dieser Welt", schreibt Emma. Ein undurchdringbarer Bund also, der Frauen nicht zugänglich ist.

Emma kritisiert auch die Haltung des Papstes zum Thema Abtreibungen. 2019 verglich er diese bei einer Generalaudienz mit einem Auftragsmord. "Das, Heiliger Vater, ist einfach der letzte Tropfen! Es reicht!", heißt es im Leitartikel der Emma.

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