Tödliche Strände

Bikini Atoll: Der Strand, der zum größten Atombomben-Labor der USA wurde

Die einschneidendsten historischen Ereignisse der Menschheit begannen oft irgendwo an einer Küste. So auch am "Bikini Atoll", dem Strand, der zum größten Atombomben-Labor der USA wurde.

Atombombentests unter Wasser
Atombombentests unter Wasser Foto: iStock / KREMLL

Atombomben-Testes am "Bikini Atoll"-Strand

An den Stränden der Welt wurde das höher entwickelte Leben geboren – dort wurde aber auch die Saat für dessen Auslöschung gesät. Als am 25. Juli um 8.34.59 Uhr die Baker-Bombe 27 Meter unter der Wasseroberfläche gezündet wird, reißt sie den Lagunenboden auf und schleudert ihn in die Luft.

Ab Sommer 1946 werden im Bikini- und auf dem benachbarten Eniwetok-Atoll 67 Atombombentests durchgeführt. Mit unfassbarer Geschwindigkeit werden jedes Mal Seewasser, Korallen und andere Lebewesen in die Wucht der Explosion hineingesogen. Drei Inseln verdampfen komplett, die Meerestemperatur steigt jedes Mal auf 55 000 Grad Celsius. 

Die tödlichste Waffe der Menschheit

Die Sprengkraft all dieser Explosionen zusammengenommen entspricht 1,6 Hiroshima-Bomben – pro Tag, und das zwölf Jahre lang. Im Juli 1958 detoniert im Bikini-Atoll die letzte Atombombe, die Tests werden danach unterirdisch durchgeführt. Die Strände des Bikini-Atolls sind da schon zur verstrahlten Hölle geworden – und das nur, um die hinterhältigste und tödlichste Waffe der Menschheit zu entwickeln.

Heute gibt es rund 15 000 Atomsprengköpfe weltweit. Diese Zahl ist ein Fortschritt: Mitte der1980er-Jahre besaßen die Atommächte zusammen mehr als 80 000 Atomwaffen.

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