Wissen

Alkohol-Hammer: Experten sprechen neue Empfehlungen aus!

Das wissenschaftliche Kuratorium der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hat neue Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol herausgegeben. Hier erfährst du sie!

Mehrere Flaschen Alkohol
Neue Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol (Symbolbild) Foto: iStock / invizbk
Auf Pinterest merken

Die bisherigen Empfehlungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zum Umgang mit Alkohol konzentrierten sich vor allem auf den risikoarmen Konsum.

Zuletzt hieß es, dass eine maximale Trinkmenge von 24 Gramm Reinalkohol pro Trinktag bei Männern sowie zwölf Gramm bei Frauen für gesunde Menschen ohne zusätzliches genetisches oder erworbenes Risiko eine geringe Gefahr darstellen.

Auch interessant:

Jetzt ist die DHS zur Erkenntnis gekommen, dass sie ihre Empfehlungen neu formulieren muss.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Neue Alkohol-Empfehlungen der DHS

So stellt die DHS in einem neuen Papier fest: "Alkoholkonsum sollte von jeder Person reduziert werden, unabhängig davon, wie viel sie trinkt. Am besten ist es, keinen Alkohol zu sich zu nehmen. Alkoholische Getränke bergen Risiken, wenn es um die physische Gesundheit der Menschen geht."

Hintergrund sind neue Erkenntnisse der Wissenschaft. Zum einen wurden die Schwachstellen älterer Studien identifiziert und zum anderen kann die Erkrankungswahrscheinlichkeit in der Bevölkerung heute viel genauer und differenzierter bestimmt werden.

Daraus habe sich ergeben, dass auch bei geringen Trinkmengen ein erhöhtes Risiko für Krankheiten oder vorzeitigen Tod bestehe. Die Annahme, moderater Alkoholgenuss führe zu einem längeren Leben, ließe sich nach aktuellem Forschungsstand nicht halten.

Je weniger, desto besser

Vielmehr sei eine lineare Beziehung zwischen dem Ausmaß des Konsums von Alkohol sowie Erkrankungs- bzw. Sterbewahrscheinlichkeiten ermittelt worden - u. a. für Bluthochdruck bei Männern und Brustkrebs bei Frauen.

Weitere spannende Themen:

Die Risiken ließen sich zwar schwer quantifizieren, aber mit einem klaren "Je weniger, desto besser" wolle man dem psychologischen Phänomen entgegenwirken, dass Wahrscheinlichkeiten in gewünschte Richtungen interpretiert werden - ganz nach dem Motto "Mich wird es schon nicht treffen".

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass jeglicher Konsum von Alkohol riskant sei. Und im Europäischen Kodex gegen den Krebs gibt's bereits seit 2015 eine eindeutige Formulierung: "Jeder Mensch, der Alkohol trinkt, sollte seinen Konsum reduzieren, um Krebs zu vermeiden. Am besten sei es, keinen Alkohol zu trinken."

*Affiliate Link