Welt der Wunder

Gewusst? DIESE 20 Drogen nimmst du täglich zu dir - ohne es zu wissen!

Sie wirken sofort, manipulieren unser Denken, greifen unseren Körper an, machen extrem abhängig – und sind trotzdem überall erhältlich: "Welt der Wunder" über die gefährlichsten legalen Drogen der Welt.

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Salz
Macht Salz so abhängig wie Kokain? Foto: iStock / YelenaYemchuk

Etwa acht bis zehn Gramm Salz nimmt ein Erwachsener im Schnitt jeden Tag zu sich. Zu wenig, um eine tödliche Überdosis zu erleiden, jedoch knapp ein Drittel mehr als die von Medizinern empfohlene Höchstmenge (Beispiel: Eine Tiefkühlpizza deckt bereits den Salzbedarf eines ganzen Tages). Das hat zwei körperliche Auswirkungen: Das Salz aktiviert die gleichen Suchtzentren wie Kokain – man wird abhängig, meist ohne es zu merken. Und hoher Salzkonsum lässt unseren Körper regelrecht austrocknen. Grund: Wenn wir zu viel Salz aufnehmen, wird das vor allem durch die Nieren ausgeschieden, womit ein hoher Wasserverlust einhergeht. Der Wassermangel führt zu Gefäßverengungen, was wiederum den Blutdruck und das Herzinfarktrisiko steigen lässt. Folge: Weltweit, so schätzen Wissenschaftler, fordert der übermäßige Salzkonsum jährlich 2,3 Millionen Todesopfer – mehr als die meisten illegalen Drogen.

Wirkstoff: Natriumchlorid

Wirkung im Körper: Zu viel Salz entzieht Körperzellen das Wasser

Mögliche Risiken: Blutdruck und Herzinfarktrisiko steigen

Energydrinks
Was passiert bei einer Überdosis Koffein? Foto: iStock / powerofforever

Energydrinks enthalten extrem hohe Koffeinkonzentrationen. Über die Magenschleimhaut und die Leber gelangen die Stoffe in den Blutkreislauf. Nach 30 Minuten passiert die Substanz die Blut-Hirn-Schranke und überwindet somit die wichtigste Firewall des Gehirns gegen eindringende Giftstoffe. Im Gehirn blockiert das Koffein, ein Purinalkaloid, die Zellen, die für das Aussenden von Müdigkeitssignalen zuständig sind. Die Folgen: Bluthochdruck und ein deutlich erhöhter Herzschlag von bis zu 130 Schlägen pro Minute. Zudem enthalten die meisten Energydrinks Taurin und viel Zucker, um den bitteren Geschmack des Koffeins zu überlagern. Diese Stoffe verstärken die giftige Wirkung des Drinks. Für einige Teenager endete der übermäßige Konsum dieser psychoaktiven Droge bereits tödlich. Nachdem die EU-Staaten Lettland und Litauen den Verkauf von Energydrinks an unter 18-Jährige verboten haben, will jetzt auch England nachziehen. In Deutschland sind die drogenhaltigen Partygetränke auch für Kinder weiterhin legal zu kaufen.

Wirkstoff: Purinalkaloid

Wirkung im Körper: Aufmerksamkeit und Konzentration steigen

Mögliche Risiken: Panikattacken, Kreislaufkollaps, Nierenversagen Herzrhythmusstörungen

Getränk mit Tonic Water
Macht Tonic Water Babys zu Junkies? Foto: iStock / Pcholik

Chinin, ein Chinolin-Alkaloid, wird eigentlich als Malaria-Arznei benutzt; für Getränke wird es stark verdünnt. Als Höchstmenge sind in Deutschland 85 mg/kg in alkoholfreien Getränken, 300 mg/kg in Spirituosen zugelassen. Dennoch kann es bei übermäßigem Konsum von chininhaltigen Getränken wie Tonic Water bereits ab 74 mg zu Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen kommen. Drogenähnliche Effekte entfalten chininhaltige Getränke vor allem, wenn sie während der Schwangerschaft getrunken werden. So kann das Baby von Chinin abhängig werden – es hat nach der Geburt starke Entzugserscheinungen.

Wirkstoff: Chinolin-Alkaloid

Wirkung im Körper: muskelentspannend, schmerzstillend

Mögliche Risiken: Tinnitus, Hautausschlag, Nierenschäden, Blutdruckabfall

Kartoffelchips
Wie legen Kartoffelchips unser Kontrollzentrum lahm? Foto: iStock / 1827photography

Glutamat ist die Allzweckwaffe unter den Geschmacksverstärkern und in fast allem enthalten, was haltbar und salzig ist: Soßen, Wurst, Chips. Dazu sollte man wissen: Bei dem chemischen Zusatzstoff handelt es sich – neurologisch betrachtet – um einen Gehirn-Manipulator. Es ist eine suchterzeugende Aminosäureverbindung, die über die Schleimhäute ins Blut geht, und von dort direkt in unser Gehirn gelangt – und dort einen Befehl aussendet: Iss etwas! Folge: Egal, wie viele Chips wir gegessen haben, wir greifen zur nächsten Kalorienbombe – und werden zum Chips-Junkie.

Wirkstoff: Mononatriumglutamat

Wirkung im Körper: schaltet das Sättigungszentrum im Gehirn aus

Mögliche Risiken: Magenschmerzen, Migräne, Gewichtszunahme

Muskatnuss
Kann eine Muskatnuss dich ins Koma bringen? Foto: iStock / Julia_Sudnitskaya

Nicht mal einen Esslöffel geriebene Muskatnuss braucht es, um in einen euphorischen Zustand mit Halluzinationen zu geraten, der bis zu zwölf Stunden anhalten kann. Grund: Eine Muskatnuss enthält gleich drei psychoaktive Substanzen, die den Wirkstoffen von Ecstasy und Meskalin ähneln. Doch zwischen einem euphorischen Rauschzustand und einem fatalen Höllentrip liegen nur wenige Gramm. Bereits die Einnahme von drei Muskatnüssen kann zur tödlichen Überdosis führen.

Wirkstoff: Elemicin, Myristicin und Safrol

Wirkung im Körper: euphorische Zustände, Halluzinationen, Übelkeit

Mögliche Risiken: Delirium, Herzstillstand

Marmelade
Macht Marmelade kaloriensüchtig? Foto: iStock / beats3

Cyclamat ist eines von zehn in der EU zugelassenen Süßungsmitteln. Es kommt – mit der Obergrenze von 1 mg/kg – unter anderem in Diät-Drinks, Desserts und Brotaufstriche wie Marmeladen und Gelees. Für Speiseeis, Bonbons und Kaugummis ist es verboten. Das Problem: Süßstoffe machen ähnlich abhängig wie Zucker, sie aktivieren im Gehirn die gleichen Belohnungsareale. Die Folge: Das Verlangen nach Nachschub steigt, man verzehrt immer mehr. In den USA ist Cyclamat übrigens seit 1970 wegen des Verdachts auf krebserregende Wirkung verboten.

Wirkstoff: Cyclohexylsulfaminsäure

Wirkung im Körper: Stimulation der Stimmung, Appetitsteigerung

Mögliche Risiken: hohe Abhängigkeit, Übergewicht

Safran und Safranblume
Ab wann wirkt Safran narkotisch? Foto: iStock / Petar Bonev

Schon im Altertum wurde Safran nicht nur als Gewürz oder Färbemittel verwendet, sondern auch als Beruhigungsmittel für Kinder. Das in ihm enthaltene Crocin wirkt krampflösend in Lunge und Darm, schmerzlindernd und stimmungsaufhellend. Safran wird daher auch als "Opium für Kinder" bezeichnet. Aber Vorsicht: Schon ab einer geringen Dosis wird die pflanzliche Droge auch für Erwachsene gefährlich: Bei einem Verzehr von mehr als 1,5 Gramm können bereits Vergiftungserscheinungen auftreten. Nur fünf Gramm reichen für eine narkotische Wirkung, und zwölf Gramm können bereits zum Tod führen.

Wirkstoff: Crocin

Wirkung im Körper: beruhigend, schmerzlindernd

Mögliche Risiken: Nasenbluten, Schwindel

Quark
Wann wird Quark zur Ersatzdroge? Foto: iStock / ManuWe

Quark ist eine beliebte Zutat von vielen süßen oder herzhaften Speisen. Das ist auch kein Wunder, denn: Quark aktiviert ähnliche Areale im Gehirn wie Heroin. Er enthält Exorphine, die stark unseren körpereigenen Endorphinen ähneln. Sie sind für das Auslösen von Glückszuständen verantwortlich. Werden die Exorphine des Quarks im Körper verwertet, wandeln sie ihre Struktur so weit, dass sie nicht mehr von dem Opiat Morphium zu unterscheiden sind. Die verdauten Exorphine haben eine beruhigende Wirkung, lindern das Schmerzempfinden. Drogensüchtige können mit Quark sogar ihre Entzugserscheinungen mildern. Für eine Überdosis ist die Exorphin-Konzentration im Quark jedoch viel zu niedrig.

Wirkstoff: Exorphine

Wirkung im Körper: angstlösend und stimmungsaufhellend

Mögliche Risiken: keine negativen Auswirkungen

Mohnrolle
Wie viel Mohn ist zu viel? Foto: iStock / CreativeI

Mohn ist vor allem zur Weihnachtszeit als Gebäck sehr beliebt. In den kleinen, schwarzen Samen steckt mehr, als man denkt: Teilweise weisen sie eine hohe Morphinkonzentration vor. Morphin ist ein wesentlicher Bestandteil der gefährlichen Droge Heroin. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt daher eine tägliche Verzehrmenge von nicht mehr als 50 Gramm. Eine berauschende Wirkung des Morphins ist allerdings erst bei mindestens 200 Gramm spürbar – ein ganzer Mohnkuchen wäre dafür wohl nötig. Wichtig zu wissen: Nach ein bis zwei großen Stücken Mohnkuchen ist bereits eine erhöhte Morphinkonzentration im Urin festzustellen. Für unseren Körper ist das absolut ungefährlich, in einer Drogenkontrolle allerdings problematisch.

Wirkstoff: Morphin

Wirkung im Körper: schmerzlindernd und entspannend

Mögliche Risiken: Übelkeit, Schwindel und Halluzinationen

Diätcola
Trickst Diätcola dein Gehirn aus? Foto: iStock / esinesra

Aspartam ist u. a. in Diät-Softdrinks und Kaugummi enthalten. Der Zuckerersatzstoff funktioniert im Gehirn wie eine Droge. Er enthält so viel Energie wie Zucker – doch ein Getränkehersteller benötigt nur etwa ein Zweihundertstel davon, um die gleiche Süße zu erzielen. Das Problem: Verschiedene Studien nähren den Verdacht, dass Aspartam Übergewicht fördert. Der Grund: Das Gehirn geht beim Verzehr der gesüßten Nahrung von Zucker aus, der dem Körper in Wahrheit aber fehlt. Unser Körper regt infolgedessen den Appetit an. Gleichzeitig glaubt unser Bewusstsein, dass wir durch ein Diät-Lebensmittel ja Kalorien „eingespart“ haben und daher ohne Bedenken weiter essen oder trinken können.

Wirkstoff: Aspartam

Wirkung im Körper: Appetitsteigerung

Gesundheitliche Risiken: Übergewicht

Reinigungsmittel
Wie wird aus einem Reinigungsmittel eine Sexdroge? Foto: iStock / KucherAV

Gamma-Butyrolacton, kurz GBL, ist als Partydroge bekannt. Gleichzeitig nutzen Kriminelle GBL als K.o.-Tropfen bei sogenannten Date Rapes: Dabei wird die Substanz unauffällig ins Getränk des Opfers gemischt, um es gefügig zu machen. Umso erstaunlicher, dass ein derart potentes Betäubungsmittel in jeder Drogerie zu finden ist – viele Reinigungsmittel (sogar solche zum Sprühen) enthalten GBL. Wenige Milliliter reichen für ein Gefühl sexueller Erregung und Euphoriezustände aus.

Wirkstoff: Gamma-Butyrolacton

Wirkung im Körper: Euphorie, Enthemmung

Mögliche Risiken: Bewusstseinsverlust

Nagellackentferner
Wie gefährlich ist Acetonrausch? Foto: iStock / Aleksandr_Vorobev

Es gibt sie in jedem Drogeriemarkt für wenige Euro: Die Wirkstoffe in Nagellackentfernern gehören zu den beliebtesten legalen Drogen der Welt. Die inhalierte acetonhaltige Flüssigkeit aktiviert im Gehirn den Nucleus accumbens, das Belohnungszentrum. Das Ergebnis: Glücksgefühle und Halluzinationen, die zwischen zwei und 45 Minuten anhalten. Während eine körperliche Abhängigkeit eher selten auftritt, ist eine psychische Sucht weitverbreitet.

Wirkstoff: Aceton

Wirkung im Körper: Euphorie, Halluzinationen

Mögliche Risiken: Atemstillstand, Bewusstlosigkeit, Taubheit,

Langwristig: irreversible Hirnschäden

Mann benutzt ein Deo
Wie wird aus einem Deo ein tödlicher Trip? Foto: iStock / Moyo Studio

Tausende Teenager "schnüffeln" regelmäßig Deodorants. "No 2" (zu Deutsch: kein Sauerstoff) nennen Jugendliche den Drogentrip. Dabei inhalieren sie eine hochkonzentrierte Substanz, um high zu werden. Das in Deo-Dosen als Treibmittel verwendete Propan- oder Butangas verteilt sich schnell im Gehirn und ersetzt den Sauerstoff im Blut. Anschließend schüttet der Körper große Mengen Adrenalin aus – der Rausch setzt ein. Sprüht man jedoch nur wenige Sekunden zu lange, kann dies zum Tod führen.

Wirkstoff: Butanund Propangas

Mögliche Risiken: Gehörverlust, Nervenschädigungen, Atemstillstand

Eltern geben Kind Hustensaft
Macht Hustensaft Schizophren? Foto: iStock / RgStudio

Hustenstillende Medikamente (z. B. Hustensäfte, -tabletten, -sprays und -bonbons) sollten nur im empfohlenen Maß eingenommen werden. Die in vielen von ihnen enthaltene Substanz Dextromethorphan, kurz DXM, unterdrückt zwar den Hustenreflex und lässt uns in hustengeplagten Nächten durchschlafen. Konsumiert man aber zu viel von der legalen Droge, kann eine Überdosis Halluzinationen und Verfolgungswahn auslösen. Es kommt zu einer unkontrollierten Ausschüttung von Dopamin, die NMDA-Rezeptoren werden blockiert. Diese Blockade kann schizophrene Geisteszustände hervorrufen. Hustensaft kann extrem abhängig machen, er schädigt bei langfristigem Konsum Organe und erhöht den Bluthochdruck.

Wirkstoff: Dextromethorphan

Wirkung im Körper: Dopamin-Überproduktion, Wahnvorstellungen

Mögliche Risiken: hohes Abhängigkeitsrisiko, Organschäden

Petersilie
Kann Petersilie wie Ecstasy wirken? Foto: iStock / OlgaLepeshkina

Petersilie ist eines der am häufigsten genutzten Kräuter Europas. Sie hat allerdings nicht nur einen besonderen Geschmack, sie wirkt auch erregend, berauschend und halluzinogen. Verantwortlich dafür ist der Stoff Myristicin. Er wird bei der Verwertung im Körper zu einer Substanz mit halluzinogenen Effekten, die aufputschend wirken wie die Droge Ecstasy. Allerdings müsste eine ganze Petersilien-Plantage verzehrt werden, um den Effekt der Droge zu erreichen.

Wirkstoff: Myristicin

Wirkung im Körper: Halluzinationen, leichte Rauschzustände

Mögliche Risiken: keine langfristigen negativen Auswirkungen bekannt

Käse
Wie manipuliert Käse das Gehirn? Foto: iStock / Magone

In Deutschland wurden 2018 im Schnitt 24,2 Kilo Käse pro Kopf vertilgt. Was kaum jemand weiß: Käse enthält das Protein Casein. Wird dieses verdaut, entstehen Casomorphine. Sie sind mit Morphin vergleichbar und wirken schmerzlindernd und leicht betäubend. Wie Drogen und Alkohol überwindet auch Käse mit Leichtigkeit die Blut-Hirn-Schranke, unser Gehirn-Schutzsystem – allerdings sind die Folgen aufgrund der geringen Dosis bei Weitem nicht so verheerend.

Wirkstoff: Casomorphine

Wirkung im Körper: wohltuend, beruhigend

Mögliche Risiken: keine langfristigen negativen Auswirkungen bekannt

Reisefieber
Was macht eine Reise zum Horrortrip? Foto: iStock / Adene Sanchez

Reisetabletten dürfen bei vielen im Handgepäck nicht fehlen. Sie sollen gegen Übelkeit und Schwindel helfen. Für diese Wirkung ist der Stoff Diphenhydramin zuständig, auch DPH genannt. Nimmt man allerdings mehr als zwei bis drei Tabletten, können diese halluzinogen wirken. Betroffene berichten von Sinnesstörungen und geistiger Verwirrung. Weiter führt eine DPHÜberdosis zu Herzrasen. DPH ist auch in vielen Schlafmitteln ein wesentlicher Bestandteil.

Wirkstoff: Diphenhydramin

Wirkung im Körper: hemmt den Brechreiz

Mögliche Risiken: Wahnvorstellungen, hoher Blutdruck

Kopfsalat
Wirkt Kopfsalat wie ein Schmerzmittel? Foto: iStock / Marccophoto

Auch wenn Salat gemeinhin als gesund gilt – eigentlich ist die zu 95 Prozent aus Wasser bestehende Pflanze eher nährstoffarm. Ausnahme: Bittere Sorten wie Kopfsalat oder Chicorée enthalten eine höhere Menge an Vitaminen, Mineralien – und Drogen. Die beiden Substanzen Lactulin und Lactucopikrin wirken entspannend und sind (in extrahierter Form) sogar doppelt so stark wie das Schmerzmittel Ibuprofen.

Wirkstoff: Lactulin, Lactucopikrin

Wirkung im Körper: Entspannung, Schläfrigkeit

Mögliche Risiken: keine langfristigen negativen Auswirkungen bekannt

Nasenspray
Was ist der Reboundeffekt beim Nasenspray? Foto: iStock / LightFieldStudios

Allein in Deutschland sind mehr als 100 000 Menschen süchtig nach Nasenspray. Der darin enthaltene Stoff Xylometazolin lässt geschwollene Nasenschleimhäute wieder abschwellen. Die Besserung ist allerdings nur von kurzer Dauer, danach schwillt die Nase wieder zu – und zwar stärker als zuvor: Mediziner nennen es den Rebound-Effekt. Beim langfristigen Konsum wird die Schleimhaut ähnlich wie durch die Droge Kokain geschädigt. Sie trocknet aus, wird rissig, und der Geruchssinn kann beeinträchtigt werden.

Wirkstoff: Xylometazolin

Wirkung im Körper: Abschwellen der Nasenschleimhäute

Mögliche Risiken: Schädigung des Geruchssinns

Tomaten
Wie wird eine Tomate zum Rauschmittel? Foto: iStock / Denisfilm

Die Tomate ist das beliebteste Gemüse Deutschlands. Was wenige wissen: Die rote Frucht hat es in sich. Sie enthält Tryptamin und Serotonin, sogenannte biogene Amine. Beide Stoffe wirken entspannend und sind Stimmungsaufheller. In konzentrierter Form, beispielsweise als Ketchup, entstehen die Halluzinogene Bufotenin und DMT (Dimethyltryptamin), die berauschend wirken. Die Stoffe sind mit der Droge LSD vergleichbar, wenn auch nicht in der Stärke der Wirkung. Garniert man seinen Tomatensalat noch mit Basilikum, verstärken die darin enthaltenen Stoffe Eugenol und Methyleugenol die narkotische Wirkung zusätzlich. Um eine gewisse Wirkung zu erzielen, müsste man allerdings mehrere Kilo Ketchup essen.

Wirkstoff: Tryptamin, Serotonin und Dimethyltryptamin

Wirkung im Körper: beruhigend, halluzinogen

Risiken: keine langfristigen negativen Auswirkungen bekannt