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Zahnpflege

Zahnpflege beim Baby: Das müssen Väter unbedingt wissen

Zahnpflege beim Baby ist (auch) Männersache. Im Gegensatz zum Stillen – sorry, Jungs – können Väter bei der Zahnpflege ihres Kindes aktiv werden. Wir verraten, wie.

Zahnpflege beim Baby
Zahnpflege beim Baby? Männersache! Foto: iStock / Vadym Pastukh

Zahnpflege beim Baby: Das müssen Väter unbedingt wissen

Das Gerücht, Zahnpflege beim Baby wäre unnötig, weil die Milchzähne im Kindesalter sowieso ausfallen, ist völliger Quatsch. Ganz im Gegenteil ist Mundhygiene bei Neugeborenen nicht nur wichtig, sondern eine geniale Gelegenheit für frisch gebackene Väter, sich aktiv einzubringen. Mach das Zähneputzen daheim einfach zur Männersache.

Zahnpflege beim Baby: Mit gutem Beispiel voran

Babys mögen Zähneputzen nicht automatisch. Wie an so vieles müssen sie sich erst daran gewöhnen. Oder noch besser: Es sich abgucken. Willst du die Zahnhygiene deines Kindes möglichst easy angehen, dann sei zunächst ein gutes Vorbild. Nimm dein Baby mit ins Bad, wenn du dir die Zähne putzt und lass es beobachten, was Papa da so treibt. Kinder lernen über zusehen, das kannst du dir beim Thema Zahnpflege beim Baby zunutze machen.

Zahnpflege beim Baby: Schon vor dem ersten Zahn

Selbst, wenn dein Nachwuchs noch keine Beißerchen im Mund hat, kannst du auf die Mundhygiene achten. So gewöhnst du dein Kind daran, dass regelmäßige Zahnpflege später einmal dazugehört.

Reinige morgens und abends die Kauleisten und die Zunge deines Kindes sanft mit einem weichen Waschlappen oder einem Wattestäbchen. Das muss nicht lange dauern: Ein, zwei Minuten pro Tag reichen. Zahnpasta brauchst du dabei nicht, lauwarmes Wasser genügt.

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Ab dem ersten Zahn: Baby- oder Finger-Zahnbürste

Karies entsteht durch Bakterien, die sich von Zucker, der durch zuckerhaltige Nahrung und süße Getränke im Mund landet, ernähren. Auch Babys und Kleinkinder nehmen Zuckerarten zu sich, die Karies begünstigen. Ihre Milchzähne aber sind weicher und haben eine dünnere Schutzschicht aus Zahnschmelz als die bleibenden Zähne. Sobald dein Baby also den ersten Zahn bekommt – was meistens im Alter von vier bis sechs Monaten passiert –, kannst du mit zweimal täglich Zähneputzen beginnen.

Für die Zahnpflege beim Baby gibt es spezielle Bürsten, die Eltern verwenden können. Du hast die Wahl zwischen einer speziellen Baby-Zahnbürste mit kurzen, sehr weichen Borsten und einer Fingerzahnbürste mit kleinen Noppen. Diese ziehst du dir über den Finger und kannst damit ganz sanft die kleinen Zahnspitzen und die Kauleiste plus Zunge deines Kindes reinigen.

Morgens brauchst du nur warmes Wasser. Abends vor dem Schlafengehen kannst du deinem Kind dann mit einem Klecks Milchzahn-Zahnpasta die Zähne putzen. Guck außerdem, was deinem Nachwuchs besser gefällt: Zähneputzen auf dem Wickeltisch oder auf deinem Schoß sitzend im Bad.

Übrigens: Eine Elektrische Zahnbürste sollten Kinder erst ab ca. 4 bis 5 Jahren benutzen, wenn sie das Zähneputzen schon gewöhnt sind.

Zahnpasta mit oder ohne Fluorid: Der ewige Streitpunkt

Stichwort Zahnpasta für Babys: Bei diesem Thema herrscht ein regelrechter Meinungskrieg zwischen Eltern, Zahn- und Kinderärzten. Streitpunkt ist das oft enthaltene Fluorid, das auf der einen Seite vorbeugend gegen Karies wirkt, auf der anderen Seite aber als giftig verschrien ist. Unter den Streitenden gibt es drei Gruppen: Jene, die fluoridfreie Zahncreme mit Fluoridtabletten kombinieren, jene, die Kinderzahnpasta mit Fluorid empfehlen und Tabletten für unsinnig ansehen, und jene, die Fluorid als krankmachendes Gift verurteilen.

In diesem Punkt lohnt es sich, nicht nur mit dem Kinderarzt, sondern auch mit dem Kinder-Zahnarzt zu sprechen. Egal, für welchen Weg ihr euch für eurer Kind entscheidet: Wichtig ist, es mit dem Fluorid nicht zu übertreiben. Wer seinem Kind Fluoridtabletten gibt, sollte auf fluoridhaltige Kinderzahnpasta verzichten.

Zahnpflege bei Kindern: Eigenständigkeit fördern, aber nachputzen

Zähneputzen gehört zu den wichtigsten Dingen, die dein Kind von dir lernen kann. Anders aber als zum Beispiel Laufen lernen dauert das mit der richtigen Zahnhygiene bei den Kleinen länger, als man denkt: Erst im Grundschulalter sind Kinder motorisch so weit, ihre Zähne gründlich genug selber zu putzen. Manche Zahnärzte empfehlen Eltern, bis zum zehnten Lebensjahr nachzuputzen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Milchzahngebiss längst vollständig: Die meisten Kinder haben mit ca. drei Jahren alle 20 Milchzähne.

Lange vorher können die Kids natürlich schon selbst die Zahnbürste halten und sich damit über die Zähne fahren. Lass dein Kind mal machen und Spaß daran entwickeln. Für die nötige Sauberkeit im Mund kannst du dann abschließend sorgen.

Viele Eltern raten übrigens dazu, beim Zähneputzen locker statt streng zu sein. Erzähl deinem Kind eine Geschichte, während du die Zähne sauber machst, oder lass ein Hörspiel laufen.

Zahnpflege beim Baby: Weitere nützliche Tipps

Zahnpflege beim Baby ist mehr als Zähneputzen. Mit folgenden Tipps kannst du die Mundhygiene deines Kindes zusätzlich unterstützen:

  • Keine zusätzliches Futter für Karies: wenig Zucker und zuckerhaltige Getränke für dein Kind

  • Nicht nur die Zähne reinigen, sondern auch die Zunge

  • Eine möglichst geschmacksneutrale Zahnpasta verführt Kids nicht dazu, den Schaum zu schlucken, sondern auszuspucken.

  • Regelmäßig zum Zahnarzt: 1. Besuch um den ersten Geburtstag herum, spätestens zum 3. Geburtstag

  • Sobald das Milchgebiss vollständig ist: Zahnseide für Kinder verwenden