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YouTuber Rezo zerstört erneut korrupte Politiker - CDU reagiert

YouTuber Rezo prangert die Korruption in der deutschen Politik an. Weder CDU noch SPD kommen dabei gut weg. Ein CDU-Politiker reagiert mit offenem Brief.

Rezo Zerstörung
Das Finale: Rezo analysiert die Korruption in der deutschen Politik Foto: Getty Images / Sean Gallup

Es ist das dritte und letzte Video des YouTubers vor der Bundestagswahl am 26. September 2021. In "Zerstörung FINALE: Korruption" widmet sich Rezo den Skandalen der letzten Jahre - und macht klar, wie leicht es ist, in der Politik korrupt zu sein und dafür nicht bestraft zu werden.

Zum wiederholten Male nimmt sich Rezo dabei vor allem der CDU. Doch auch der SPD-Kanzlerkandidat darf in diesem Video nicht fehlen.

Rezo steht in seinem Zimmer vor der Kamera. Es ist ein Hintergrund, den wir bereits kennen. Aus diesem Szenario heraus zerstörte er im Mai 2019 bereits erstmals die CDU.

Ein Video, das hohe Wellen schlug und viele Politiker:innen verstört zurückließ. Denn zum Journalismus kam plötzlich eine weitere Instanz hinzu, die mithilfe von ausgiebigen Recherche und Analysen mitmischte.

Eine, die man vielleicht dank der blauen Haare und den sonst eher unterhaltenden Videos auf dem YouTube-Kanal zunächst unterschätzen wollte.

"Hart schockiert"

Doch zur Bundestagswahl ging die Zerstörungsreihe in die zweite Runde. Nach "Inkompetenz", "Klima Katastrophe" folgt mit "Korruption" nun das letzte Video dieser Art. Sofort zu Beginn macht Rezo klar, dass er nach seinen Recherchen ein anderes Bild von der deutschen Politik hatte: ".. wie easy Korruption in unserer Politik ist, hat mich hart schockiert".

"Wenn alle krassen Fälle in einer Partei vorkommen..."

Ein Beispiel, das er dafür benennt, ist der Skandal rund um den Hoteleigentümer August von Finck vor etwa zehn Jahren. Dieser spendete der FDP 1,1 Millionen Euro und der CSU 820,000 Euro. Kurze Zeit später erhielten Hotelbetriebe eine Mehrwertsteuersenkung.

Dazu, dass vor allem die CDU im Fokus seines Videos steht, spricht Rezo von vornerein: "Auch in diesem Video geht es wieder grundsätzlich um alle Bundestagsparteien. Aber, wenn alle krassen Fälle in einer Partei vorkommen, dann muss man für eine neutrale Betrachtung natürlich auch fast nur über diese Partei reden."

Direkte Worte an Olaf Scholz

Er widmet sich ebenfalls dem Maskenskandal mit Jens Spahn, der zu Beginn der Pandemie für Aufregung sorgte. Zum Ende des Videos knüpft er sich auch den Kanzlerkandidaten der SPD Olaf Scholz vor - und spricht ihn direkt an:

"Du bist in die beiden größten Finanz­skandale der letzten Jahr­zehnte tief drin verwickelt, sagst einfach: ›Ich erinnere mich an nichts‹, willst möglichst keine Dokumente veröffentlichen und könntest wahr­scheinlich Bundes­kanzler werden – na ja."

CDU-Politiker reagiert

Nach der Veröffentlichung des 43 Minuten langen Videos meldet sich der Ex-Generalsekretär der CDU, Ruprecht Polenz zu Wort. In einem offenen Brief schreibt er, dass er Rezos Worte lange nicht einschlafen konnte. Außerdem dankt er dem YouTuber für die Analyse.

Er weist jedoch auch darauf hin, dass nach dem Maskenskandal neue Gesetze beschlossen wurden, welche diese Vorfälle in Zukunft verhindern sollen. Polenz schreibt auch, dass Grüne und FDP in diesem Jahr mehr Großspenden erhielten als die CDU.

Wie der Spiegel erklärt, geht diese Erwähnung jedoch am Thema vorbei, da Parteispenden, solange sie registriert werden, regelkonform seien und in der Vergangenheit vor allem die CDU davon profitiert hätte.

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