News-Update

Wuhan: Erstmals keine neuen Corona-Fälle mehr

Es gibt auch noch gute Nachrichten: Wuhan, der Ausgangspunkt der aktuellen Corona-Krise, meldet zum ersten Mal keinerlei Neuinfektionen mehr. Ist das die Wende?

Klinikpersonal in Wuhan, China
Getty Images / Str

Wendepunkt?

In der aktuellen Gemengelage schlechter Nachrichten sollen Hoffnungsschimmer nicht verschwiegen werden. Am Ground Zero der Pandemie, in Wuhan, China, gibt es erstmals seit Ausbruch der Virus-Krise keine Neuinfektionen mehr zu vermelden.

Wie glaubhaft diese Meldung des chinesischen Gesundheitsministeriums ist, kann natürlich nicht überprüft werden. Dennoch könnte es aufzeigen, wie man die Verbreitung des Virus in den Griff bekommen kann.

Härteste Maßnahmen

Allerdings ist es zweifelhaft, ob die Maßnahmen, die die Behörden in Wuhan und der Provinz Hubei angewandt haben, bei uns in Europa in gleichem Maße funktionieren würden. Es darf angezweifelt werden.

Die Chinesen sind tatsächlich sehr – nennen wir es mal robust – vorgegangen und haben Wuhan, eine Metropole mit knapp elf Millionen Einwohnern komplett abgeriegelt. Und zwar so komplett, dass zu einem gewissen Zeitpunkt die Einwohner von Nothelfern via Seilzug mit Lebensmitteln versorgt wurden.

Stand der Dinge

Der chinesische Gesundheitsminister zählt weitere Fakten auf:

„Es gibt immer noch 7.263 bestätigte Fälle, davon 2.314 in kritischem Zustand und 105 Verdachtsfälle.“
Chinesischer Gesundheitsminister

Von Entwarnung kann also noch keine Rede sein, allerdings zeichnet sich doch eine gewisse Trendwende ab, auf die Europa natürlich genau schaut.

Der Bio-Statistiker Ben Cowling ist sich sicher, diese Trendwende verdankt die Welt definitiv den harschen Maßnahmen der Verantwortlichen:

„Es ist ganz klar, dass die in China ergriffenen Maßnahmen die erste Infektionswelle fast zum Stillstand gebracht haben.“
Ben Cowling

So können sich Europa und Deutschland wohl aussuchen, welches Modell sie bevorzugen: Trendwende in relativ kurzer Zeit durch härteste Massen-Quarantäne, oder doch den langwierigeren Prozess, der dann gut bis Ende des Jahres oder vielleicht sogar noch darüber hinaus dauern könnte, dafür aber auf Ausgangssperren weiterhin verzichtet.

Es ist fast wie mit einem Pflaster: In einem Rutsch abreißen und es hinter sich bringen, oder immer wieder kleine Bereiche lösen und den Schmerz dehnen. Europa hat die Wahl.

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