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Deutschland

Wolf reißt Schaf mitten in Hamburg – Abschuss?

Ein Wolf reißt ein Schaf mitten in Hamburg. Jetzt wird über den weiteren Umgang mit den Wildtieren beraten.

Eigentlich meidet der scheue Wolf den Menschen, wo er kann. Als klassischer Kulturfolger ist er wahrlich nicht bekannt. Dennoch hat sich jetzt ein Tier, das aus einem dänischen Rudel stammt, in die Hamburger Randbezirke hineingewagt und in Schnelsen ein Schaf gerissen.

Normalerweise sind sie nicht alleine unterwegs. Wölfe sind klassische Rudeltiere. Der Grund, warum ein einzelner Vertreter der Gattung Canis lupus jetzt unterwegs war, könnte darin liegen, dass es sich um ein Jungtier handelt, auf der Suche nach einem eigenen Revier.

Der Wolf ist bereits bekannt  – einschlägig vorbestraft würde man wohl beim Menschen sagen. Bereits ist Juli hatte er in Lutzhorn bei Pinneberg ein Schaf gerissen.

Seit etwa 20 Jahren ist der Wolf wieder in Deutschland heimisch. Über die Menge der einzelnen Tiere herrscht allerdings Uneinigkeit.

Während die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) 60 Rudel zählt, 16 Wolfspaare und dazu zwei Einzelgänger, was sich zu 370 Tieren aufaddiert, kommt der deutsche Jagdverband auf mehr als tausend Tiere.

Nach dem Riss im Hamburger Stadtgebiet stellt sich die Frage, wie mit diesem besonderen Wolf umgegangen werden soll. Auf der einen Seite sind Wölfe nach EU-Recht und dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Andererseits könnte es Politikern einfallen, dieses Exemplar als "Problemwolf" zu definieren.

Und wir alle wissen, was mit solchen Tiere passiert. Sagen wir es so: In Bayern könnte der Wolf jetzt schon mal anfangen, seine Sachen zu regeln. Warten wir mal ab, wie Hamburg auf diesen Vorfall reagiert.

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