Deutsche Bürokratie Wohnung stehen jahrelang leer und dürfen nicht bewohnt werden

26.10.2017
Wohnung stehen jahrelang leer und dürfen nicht bewohnt werden
© obertkuehne/iStock

In Deutschland wurden dutzende Wohnungen für Flüchtlinge errichtet. Allerdings leben in diesen Wohnungen keine Flüchtlinge – und auch sonst niemand. Und das wird sich nicht so schnell ändern, denn die deutsche Bürokratie hat wieder zugeschlagen.

Die ungenutzten Notunterkünfte könnten in Sozialwohnungen umgewandelt werden und somit einen sinnvollen Zweck erfüllen. Denn es gibt mehr als genug Bedürftige, die ein Dach über dem Kopf brauchen, aber in die Wohnungen nicht einziehen dürfen und deswegen teils auf der Straße schlafen müssen.

Das bürokratische Problem: Flüchtlinge – und somit die Notunterkünfte – sind Ländersache, für Obdachlose sind Städte und Gemeinden verantwortlich.

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"Die Wohnungen sind bezuschusst worden und diese Bezuschussungen sind zweckgebunden für 10 Jahre. Nach 10 Jahren könnte man die Wohnungen umgestalten und Sozialwohnungen draus machen", erläutert Norbert Otto, Ortsbürgermeister von Oberaußen in NRW.

2015 wurden im Eiltempo Notunterkünfte gebaut, um die Flüchtlinge unterzubringen. Diese wurden dann auch gleich für ganze zehn bis 15 Jahre angemietet. Heute sind viele der Wohnungen nicht ausgelastet oder stehen komplett leer. Die Behörden wollen aber für den Fall eines weiteren Flüchtlingsansturms flexibel bleiben. Eine Flexibilität, die monatlich einen zweistelligen Millionenbetrag kostet.

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