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News-Update

Wirtschaftsinstitut mit Schock-Prognose: Millionen Arbeitslose durch Corona

Wirtschaftsminister Altmaier hatte versucht zu beruhigen: Die Wirtschaft würde mit unvorstellbaren Milliardenbeträgen gestützt, niemand würde seinen Job verlieren. Jetzt kommt der Realitäts-Schock vom Ifo-Institut.

Ladenschließung
Ladenschließung: Wie lange überlebt der Einzelhandel? imago images / MiS

Dramatische Neuigkeiten

Die Versprechen des Wirtschaftsministers und die Berechnungen über den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Pandemie, sie könnten kaum weiter auseinanderliegen.

Während Altmaier offensichtlich vom Best-Case-Szenario ausging und dieses noch nach Politiker-Art kräftig glanzpolierte, haben Experten vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V., besser bekannt unter dem Namen Ifo-Institut, das Worst-Case-Szenario ausgepackt.

Hoffentlich. Denn wenn die Zahlen eventuell noch dramatischer ausfallen könnten, dann dürften in Deutschland irgendwann die Lichter ausgehen.

Die Berechnungen des Ifo-Instituts

Das Ifo-Institut geht in seinem Gutachten fürs Wirtschaftsministerium davon aus, dass 1,8 Millionen Arbeitsplätze durch die Corona-Krise wegfallen werden. Dies seien hauptsächlich Vollzeitarbeitsstellen (1,35 Millionen Vollzeitkräfte).

Drei Monate Stillstand könnte die deutsche Wirtschaft mehr als ein Fünftel (20,6 Prozent) ihres Bruttoinlandsproduktes kosten. Und während die Regierung mit "nur" 2,15 Millionen Menschen rechnet, die auf Kurzarbeitergeld angewiesen sind, kommt das Ifo-Institut auf unfassbare 6 Millionen Arbeitnehmer.

Immer mehr Betriebe in Deutschland melden Kurzarbeit an, 76.700 allein in der letzten Woche. Und es trifft auch die Schwergewichte, ganz frisch muss sich Mercedes in die Gruppe der Antragsteller einreihen.

Ein voller Shutdown für drei Monate würde laut Ifo-Berechnungen unglaubliche 729 Milliarden Euro kosten.

Katastrophe für den Mittestand

Mittelstandsverbundspräsident Eckhard Schwarzer muss ebenfalls extrem Negatives vermelden:

„Die Lage ist dramatisch: Möbelhändler, Textil- und Modeverkäufer, Schuhgeschäfte, Bau- und Gartenmärkte sowie viele andere fürchten um ihre Existenz. All diese Mittelständler nehmen von heute auf morgen keinen einzigen Euro mehr ein. So etwas gab es noch nie.“
Eckhard Schwarzer

Die Folgen sind logisch: Ein Geschäft nach dem anderen muss dichtmachen. "Viele Mittelständler sind jetzt schon in akuter Finanznot. Die halten nicht mehr lange durch, und wir reden da über Tage, nicht über Wochen. Bis die Hilfe der Regierung angelaufen und vor allem ausgezahlt ist, kann es für viele Unternehmen schon zu spät sein“, so das düstere Vorhersage Schwarzers.

Deutschland besonders betroffen

Die sich jetzt wieder schließenden Grenzen haben vor allem verheerende Folgen für Länder, die besonders vom freien Warenaustausch profitieren – wie die Exportnation Deutschland.

Auch hier trübt sich, genau wie beim Binnenkonsum, also die Stimmung massiv ein. Selbst im Lager der Maschinenbauer sieht es düster aus, so Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Es gilt also zwei Sachen unter einen Hut zu bringen: die eigene Bevökerung zu schützen und die Wirtschaft möglichst schnell wieder ans Laufen zu bringen. Die Regierung ist am Zug.

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