Coronavirus

Corona-Impf-Skandal: Krankenschwester angeklagt

Sie spritzte Kochsalzlösung statt Corona-Impfstoff, weil sie vom Impfen nicht überzeugt war. Dafür muss sich eine Krankenschwester nun vor Gericht verantworten.

Mann wird geimpft
Corona-Impfung durch Krankenschwester: Kochslzlösung statt Impfstoff (Themenbild) Foto: iStock/South_agency

Eine frühere Mitarbeiterin des Impfzentrums Schortens im Landkreis Friesland steht momentan vor Gericht und muss sich dort verantworten. Ihr wird vorgeworfen, im April 2021 15 Spritzen präpariert zu haben, in denen der Impfstoff nachweislich so sehr mit Kochsalzlösung gestreckt war, dass er wirkungslos blieb.

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Die Spritzen wurden dann von Kolleginnen und Kollegen der Frau im Zentrum verimpft, ohne dass diese von der Wirkungslosigkeit der Impfung wussten. Der Anklagepunkt gegen Antje T. lautet nun auf Körperverletzung in besagten 15 Fällen.

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Mittelbare Täterschaft

Da sie die Spritzen nicht selbst verabreicht hat, wird ihr nun im Fachjargon "Körperverletzung in mittelbarer Täterschaft" zur Last gelegt. Motiv der mutmaßlichen Täterin war eine ablehnende Haltung gegenüber den getroffenen Coronamaßnahmen.

Die Angeklagte gibt über ihren Anwalt zu Protokoll, ihr sei bei der Arbeit ein Fläschchen mit Impfstoff heruntergefallen, was sie habe vertuschen wollen. Es soll sich dabei um einen einmaligen Vorfall gehandelt haben.

Angeklagte verbreitete Verschwörungstheorien

Allerdings haben Recherchen des Spiegel ergeben, dass die Frau aktiv Verschwörungstheorien verbreitete, so etwa die Falschmeldung, dass durch die Corona-Impfung die deutsche Bevölkerung dezimiert werden solle.

Was den Skandal noch etwas pikanter macht, ist die Tatsache, dass vor Antje T. explizit von einer Kollegin gewarnt wurde. Daraufhin wurde aber nicht T. zur Rede gestellt, sondern die warnende Kollegin mit einem unterdurchschnittlichen Arbeitszeugnis versehen.

Nachdem dies ebenfalls publik wurde, musste der örtliche DRK-Geschäftsführer von seinem Posten zurücktreten. Durch den Vorfall wurden im betroffenen Landkreis tausende Personen vorsichtshalber erneut geimpft.

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