Kanzlerkandidat im Flut-Katastrophengebiet

"Wir wollen hier Macher, keine Schwätzer!" Laschet kassiert Knallhart-Ansage

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat das Flut-Katastrophengebiet im Rhein-Sieg-Kreis besucht und bekam dort die geballte Wut der Bürger zu spüren.

Armin Laschet
Armin Laschet im Flut-Katastrophengebiet Foto: IMAGO / Political-Moments

Armin Laschet wollte sich ein Bild der Schäden machen, welche die Flut von Mitte Juli im Rhein-Sieg-Kreis angerichtet hat. Doch der Besuch geriet für den Spitzenpolitiker zum Spießrutenlauf, denn die Anwohner gingen mit Laschet hart ins Gericht.

"Wir wollen hier Macher, keine Schwätzer!" Laschet kassiert Knallhart-Ansage von Bürger

In dem Katastrophengebiet liegen verständlicherweise die Nerven blank - und viele machen die politischen Entscheidungsträger für ihre Lage verantwortlich. Tenor: Es gab keine Warnung vor dem Jahrhunderthochwasser.

In Swisttal beispielsweise musste sich Laschet ebenfalls mit der ungefilterten Reaktion der Bürger auf sein Erscheinen auseinandersetzen. Da hatte sich einiges angestaut. Der Vorwurf: Politisches Versagen auf allen Ebenen. Zudem warfen viele Menschen Laschet vor, nur wegen des anstehenden Wahlkampfes die Region zu besuchen.

Im Angesicht der geballten Wut fielen Laschets Beschwichtigungen dabei übrigens eher defensiv aus.

Gegenüber "Bild" sagte ein Bewohner der Region: "Ich hoffe, dass das heute bei Herrn Laschet angekommen ist. Die Betroffenen wollen, dass die Politik Wort hält. Wir wollen hier Macher, keine Schwätzer“.

Mittlerweile prüft die zuständige Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht auf fahrlässige Tötung wegen unterbliebener Vorwarnungen im rheinland-pfälzischen Ahrweiler, weil dort der Katastrophenalarm möglicherweise viel zu spät ausgelöst wurde.

Dabei geht es um eventuell unterlassene bzw. verspätete Warnungen oder Evakuierungen, wie die Koblenzer Behörde mitteilt.

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