Großes Minimum Winter wie im Mittelalter: Forscher warnen vor baldiger Mini-Eiszeit

Redaktion Männersache 21.02.2018
Deutschland droht Mini-Eiszeit: Forscher sagen Winter wie im Mittelalter voraus
© iStock / Ultima_Gaina

Der globalen Erderwärmung zum Trotz befürchten US-amerikanische Wissenschaftler, dass wir in den kommenden Jahrzehnten eine Mini-Eiszeit erleben werden.

In einer neuen Studie der University of California sagen die Forscher ein sogenanntes "Großes Minimum" voraus, das für eine Abnahme der Sonnenstrahlung um bis zu sieben Prozent sorgen könnte. Die Zahl der Sonnenflecken, die als Maß für die Aktivität der Sonne herangezogen werden, sinkt bereits seit 2016 dramatisch.

Als Großes Minimum wird eine Phase mit mehreren sehr schwachen Solarzyklen bezeichnet, wie es in einem Bericht von FOCUS Online heißt. Eine ähnlich geringe Sonnenaktivität gab es zuletzt während der Kleinen Eiszeit zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert. Besonders eisig war das Maunder-Minimum im 17. Jahrhundert, als beispielsweise die Themse zufror.

NASA-Bilder zeigen: Der Erde steht 2019 eine Eiszeit bevor!

NASA-Bilder zeigen: Der Erde steht 2019 eine Eiszeit bevor!

Bei der Frage, wann genau es so weit ist, sind sich die Wissenschaftler uneinig. Dan Lubin und seine Studienkollegen aus San Diego gehen von 2050 aus, die britisch-russische Mathematikerin Valentina Zharkova von der Northumbria University in England erwartet die globale Abkühlung schon ab 2021. Im Laufe der 2030er-Jahre soll es ihren Berechnungen nach dann zu einer Abnahme der Sonnenstrahlung um 60 Prozent kommen.

Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen sind allerdings der Ansicht, dass die von Menschenhand produzierte Erderwärmung der Abkühlung derart entgegenwirkt, dass das weltweite Klima nicht ernsthaft beeinflusst wird. Ähnlich sehen das die Kollegen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung – auch sie erwarten keine neue Kleine Eiszeit.

Mehr über unsere Umwelt:
Studie enthüllt: Pommes können den Klimawandel stoppen!
Plastik in den Ozeanen: Zehn Flüsse für 95 Prozent verantwortlich

Tags:
Copyright 2018 maennersache.de. All rights reserved.