Motorsport-Update Wie geht es Michael Schumacher?

Timo | Männersache 08.11.2018

Wie geht es Michael Schumacher? Wir gehen der Frage nach dem Gesundheitszustand des Formel-1-Rekordweltmeisters nach.

Wie geht es Michael Schumacher?
Wie geht es Michael Schumacher? Foto:  Getty Images/Clive Mason

 

Wie geht es Michael Schumacher?

Michael Schumacher verunglückt am 29. Dezember 2013 beim Skifahren im französischen Méribel. Er prallt mit dem Kopf gegen einen Felsen und zieht sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Der Kerpener muss ins künstliches Koma versetzt werden. Seither gibt es nur vereinzelte Informationen zu seinem Gesundheitszustand.
Die Familie Schumacher und seine Managerin Sabine Kehm achten genau darauf, welche Details zu seinem Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit gelangen.

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Michael Schumacher: Gesundheitszustand

Nachdem er ins künstliche Koma versetzt wird, zeigt er Anfang April 2014 "Momente des Bewusstseins und des Erwachens“. Rund zwei Monate später teilt seine Managerin Sabine Kehm der Öffentlichkeit mit, dass Schumacher nicht mehr im Koma liegt und das Krankenhaus im französischen Grenoble verlassen hat. Zudem kündigt sie an, dass er "seine lange Phase der Rehabilitation fortsetzen“ wird.
Dies tut er zunächst im Universitätsspital des Kantons Waadt in Lausanne, seit September 2014 in seinem Zuhause im schweizerischen Gland, unweit des Genfer Sees.

 

Schumachers ehemaliger Arzt Jean-Francois Payen rät zu Geduld

Jean-François Payen ist Chef der Anästhesie und Reanimation der Uniklinik von Grenoble und behandelte Michael Schumacher nach dessen Unfall. In französischen Medien riet er wiederholt zur Geduld im Umgang mit dem verletzten Ex-Rennsportler: "Man befindet sich auf einer Zeitskala, die von einem Jahr bis drei Jahre reicht". Zudem bestätigte Payen gegenüber "Le Parisien", dass der ehemalige Formel-1-Champion ein besonders schweres Schädel-Hirn-Trauma davontrug: "Er war bei seiner Ankunft in einer kritischen Situation."

 

Michael Schumacher: Managerin Sabine Kehm nimmt Stellung

Im Juni 2016 nimmt seine Managerin Sabine Kehm für Michael Schumacher stellvertretend den Nürburgring-Award fürs Lebenswerk entgegen. Bei dieser Gelegenheit sagt sie: "Ich bin mir im Klaren darüber, und ich denke, da sind Sie alle einer Meinung mit mir: Wir würden uns alle besser fühlen, wenn Michael hier selbst stehen und sich bedanken könnte. Aber leider ist das nicht möglich. Leider müssen wir alle das akzeptieren und lernen, damit umzugehen".

 

Michael Schumacher: mediale Spekulationen

Zu Beginn des Jahres 2016 hat ein Unbekannter angeblich ein Foto Michael Schumachers einigen Medien für eine Million Euro zum Kauf angeboten. Die Aufnahme soll den Kerpener im Krankenhaus zeigen. Die Staatsanwaltschaft Offenburg wird nach Strafanzeige von Sabine Kehm aktiv und leitet umgehend Ermittlungen gegen unbekannt ein - jedoch konnte kein Täter ermittelt werden.

Wiederholt wird auch danach in der Öffentlichkeit über den aktuellen Gesundheitszustand von Michael Schumacher spekuliert. Im September 2016 äußert sich Michael Schumachers Anwalt Felix Damm anlässlich einer fehlerhaften Berichterstattung der "Bunten". Damm wiederspricht der Darstellung der Zeitschrift mit folgenden Worten: "Er kann nicht laufen." Zudem beschwert sich der Jurist: "Mit der Behauptung habe man Familie Schumacher dazu gezwungen, gegen ihren Willen Stellung zu beziehen".

Michael Schumacher 1992 in Imol, San Marino.
Michael Schumacher 1992 in Imola, San Marino. © Getty Images/Pascal Rondeau
 

Ross Brawn zum Gesundheitszustand von Michael Schumacher

Michael Schumachers langjähriger Weggefährte Ross Brawn sagt im November 2016 gegenüber der englischen BBC: "Es ist schwierig für mich, viel zu sagen, ohne die Privatsphäre der Familie zu verletzen. Was ich sagen kann: Es gibt viele Gerüchte und die meisten davon sind falsch. Wir beten und hoffen jeden Tag, dass wir weiterhin Fortschritte und eines Tages einen Michael, der sich von seinen schrecklichen Verletzungen erholt hat, sehen werden."

 

Michael Schumacher: Jean Todt äußert sich

Auch Jean Todt gehört zu den Lebensfreunden von Michael Schumacher. Der Franzose äußert sich im Oktober 2018 zum Gesundheitszustand des heute 49-Jährigen gegenüber der britischen "Times". Er sagt unter anderem "Ich sage einfach, es ist privat. Ich sehe Michael. Ich liebe Michael. Ich sehe seine Familie. Ich wünschte, die Situation wäre anders".

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Ex-Rivale Gerhard Berger mit passenden Worten

Gerhard Berger ist über Jahre hinweg ein erbitterter Rivale von Michael Schumacher im F1-Zirkus. Anlässlich der jüngsten Rennfahrererfolge von Michaels Sohn Mick Schumacher, findet der Österreicher Ende Oktober 2018 einfühlsame Worte gegenüber dem "Motorsport-Magazin": "Michael kann ihm jetzt nicht helfen, alles muss von der Mutter gemacht werden. Wir sind alle superhappy, zu sehen, dass er Erfolg haben kann. Die ganze Situation berührt mein Herz.“

 

Ehemaliger Manager Willi Weber hat wenig Hoffnung

Willi Weber hat über Jahre hinweg Michael Schumacher gemanagt und maßgeblich zu dessen Aufstieg beigetragen. In der BUnten sagt Weber im November 2018: "Ich habe nach längerer Trauer abgeschlossen mit dem Thema Michael, sonst würde ich verrückt werden". Einem möglichen Umzug der Familie Schumacher nach Mallorca steht er zudem kritisch gegenüber: "Es war bei Weitem nicht seine Trauminsel, auch wenn jetzt viele so tun, als habe er Mallorca geliebt. Das stimmt nicht".

 

Familie von Michael Schumacher ruft "Keep Fighting"-Initiative ins Leben

Nach Angaben der Familie von Michael Schumacher durchläuft dieser weiter seine Rehabilitationsmaßnahmen in Gland - komplett abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Die Familie hat mittlerweile mit der Initiative "Keep Fighting" ein Zeichen für gesellschaftlichen Kampfeswillen gesetzt und unterstützt gemeinnützige Projekte. Das Kuratorium der "Keep Fighting Foundation" besteht aus:

  • Jean Todt, Präsident der FIA und ehemaliger Teamchef der Scuderia Ferrari
  • Ross Brawn, Motorsport Direktor Formula One Management, ehemaliger Teamchef bei Mercedes F1 GP und ehemaliger Motorsportchef der Scuderia Ferrari
  • Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung DVAG
  • Mick Schumacher, Formel-3-Fahrer

 

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