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WHO warnt: Das Schlimmste kommt erst noch

Die Welt ächzt unter der Corona-Pandemie und möchte nichts sehnlicher als ein Ende dieser schwierigen Zeit. Die WHO hat allerdings andere Nachrichten für uns. Ganz andere.

WHO-Chef
WHO: Keine Entwarnung Getty Images / Fabrice Coffrini

WHO-Chef spricht Klartext

Das Schlimmste könnte uns bei der Covid-19-Pandemie noch bevorstehen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs Monate nach Beginn des Ausbruchs.

Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagt, das Virus werde noch viel mehr Menschen infizieren, wenn die Regierungen nicht beginnen, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Seine Botschaft bleibe "Testen, Rückverfolgen, Isolieren und Quarantäne".

Die Zahlen weltweit

Seit dem Auftauchen des Coronavirus in China Ende letzten Jahres seien weltweit mehr als zehn Millionen Fälle registriert worden.

Die Zahl der verstorbenen Patienten liegt jetzt bei über 500.000. Die Hälfte der Fälle weltweit wurde in den USA und Europa registriert, aber Covid-19 nimmt in den USA rascher zu.

Das Virus befällt auch Südasien und Afrika, wo es voraussichtlich erst Ende Juli seinen Höhepunkt erreichen wird.

Das Schlimmste kommt noch

Dr. Tedros berichtete am Montag bei einem virtuellen Briefing: "Wir alle wollen, dass dies vorbei ist. Wir alle wollen mit unserem Leben weitermachen. Aber die harte Realität ist, dass dies noch nicht einmal annähernd vorbei ist."

Obwohl viele Länder einige Fortschritte gemacht haben, beschleunigt sich die Pandemie weltweit sogar noch. "Mit jetzt 10 Millionen Fällen und einer halben Million Todesfällen, wenn wir nicht die Probleme angehen, die wir bereits bei der WHO identifiziert haben, den Mangel an nationaler Einheit und den Mangel an globaler Solidarität und die geteilte Welt, die tatsächlich zur Ausbreitung des Virus beiträgt... steht uns das Schlimmste noch bevor", so Tedros.

Als Konsequenz fordert er mehr Regierungen auf, dem Beispiel Deutschlands, Südkoreas und Japans zu folgen, die ihren Ausbruch durch eine Politik, die strenge Tests und Rückverfolgungen einschloss, in Schach hielten.

Brennpunkt USA

Die USA haben bisher mehr als zweieinhalb Millionen Fälle und etwa 126.000 Todesfälle mit Covid-19 gemeldet – mehr als jede andere Nation.

US-Bundesstaaten, die in den letzten Wochen aus der Abriegelung hervorgegangen sind – insbesondere im Süden – haben in den letzten Wochen einen starken Anstieg der Neuinfektionen gemeldet.

Der Anstieg hat Beamte in Texas, Florida und anderen Bundesstaaten dazu veranlasst, die Beschränkungen für Geschäfte wieder zu verschärfen.

Brennpunkt Brasilien

Das Land mit der zweithöchsten Zahl an registrierten Fällen ist Brasilien mit insgesamt 1,3 Millionen und über 57.000 Todesfällen.

Am Montag wurde in der Hauptstadt Brasilia der Notstand ausgerufen, nachdem es dort zu einem Anstieg gekommen war.

Wie die meisten brasilianischen Gouverneure und Bürgermeister lockerten auch die lokalen Behörden in Brasilia Anfang des Monats die sozialen Kontaktbeschränkungen und erlaubten die Wiedereröffnung von Geschäften.

In England, dem Land mit den meisten Todesfällen in Westeuropa, verfügten einzelne Bürgermeister, dass Kneipen und Restaurants wegen eines Anstiegs der Fälle möglicherweise noch zwei Wochen lang geschlossen bleiben.

Die Zahlen in Deutschland

Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben sich in Deutschland bisher knapp 200.000 Personen mit dem Coronavirus angesteckt, knapp 9.000 sind an der Krankheit Covid-19 gestorben (Stand: 30.06.2020).

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