Cocktail Whisky Sour: Golden Oldie der Bar

Redaktion Männersache 14.12.2017
Whisky Sour: Golden Oldie der Bar
© bhofack2/iStock

Whisky Sour – ein Klassiker mit nur wenigen Zutaten. Was du bei der Zubereitung beachten musst und welche Rolle das richtige Mischungsverhältnis dabei spielt.

Whisky, Zitrone, Zucker. Es sind nur wenige Zutaten. Und trotzdem erkennt man eine gute Bar an einem guten Whisky Sour – und umgekehrt. Wie bei allen Short Drinks, zu denen auch der Sour gehört, kann eine minderwertige Basiszutat das ganze Vergnügen verderben. Welcher Whisky passt am besten? Wie ist das perfekte Mischungsverhältnis? Und warum verwenden einige Barkeeper zusätzlich Eiweiß?

 

Whisky Sour: Das Basisrezept

Jeder Barkeeper hat sein besonderes Mischungsverhältnis, das speziell auf den verwendeten Whisky abgestimmt ist. Mit diesem ausbalancierten Basisrezept für Einsteiger kannst du nichts falsch machen.

Zutaten:

4 cl Bourbon Whiskey
2 cl frischer Zitronensaft
1 cl Zuckersirup
1 cl frisches Eiklar
Eiswürfel
optional: Kirsche oder Orangenscheibe zur Deko

Tipp: Zuckersirup kannst du selbst herstellen, indem du 2 Teile Zucker mit 1 Teil Wasser erhitzt, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Zubehör:

  • Shaker
  • Barsieb
  • Messbecher (Jigger)
  • Becherglas (Tumbler)
     

Zubereitung:

  • alle Zutaten in den Shaker geben und mit Eis auffüllen
  • 20 bis 30 Sekunden kräftig schütteln, bis der Shaker von außen beschlägt
  • Eiswürfel in das Becherglas geben
  • Whisky Sour mit dem Barsieb in das Glas gießen
  • optional mit einer Kirsche oder einer Orangenscheibe garnieren

Tipp: Cocktails mit Eiweiß bekommen beim Shaken eine Schaumkrone. Damit diese besonders stabil und schön wird, gibt es den sogenannten „Dry Shake“. Dazu die Zutaten zunächst ohne Eiswürfel für 15 Sekunden shaken, dann die Eiswürfel dazugeben und erneut 15 Sekunden shaken.

 

Whisky Sour: Mit oder ohne Eiweiß?

Am rohen Eiweiß scheiden sich die Geister – auch in der Fachwelt. Die einen schätzen die weiche Textur, die das Eiklar dem Whisky Sour verleiht. Die anderen bemängeln den speziellen Geruch und dass das Eiweiß das Whisky-Aroma überlagert.

Whisky Sours mit Eiweiß sind eigentlich nur eine Sonderform und werden auch „Boston Sours“ genannt. Beide Varianten sind legitim. Du kannst das Eiweiß natürlich getrost weglassen – vor allem wenn du dir unsicher bezüglich der Frische bist. Grundsätzlich wirken aber der Alkohol und die Zitronensäure antibakteriell.

 

Welcher Whisk(e)y für den perfekten Sour?

Nimm eine hochwertige Spirituose. Whisky Sour gehört zu den Short Drinks, bei denen nur wenige Zutaten kombiniert werden. Somit steht und fällt der Geschmack mit der Qualität der verwendeten Zutaten. Und weil Whisky der Hauptbestandteil ist, werden auch ungeschulte Gaumen einen deutlichen Unterschied schmecken. Deshalb lautet die wichtigste Regel: Nimm einen Whisky, der dir auch schmeckt!

Üblicherweise kommt ein Bourbon zum Einsatz. Vor allem Einsteiger fahren mit ihm und unserem Basisrezept am besten. Dann muss es korrekterweise aber "Whiskey Sour" heißen, also mit einem zusätzlichen "e" in der Schreibweise. Zur Info: US-amerikanische und irische Sorten heißen "Whiskey", schottische Destillate "Whisky" – mit ein paar wenigen Ausnahmen.

Scotch kannst du natürlich auch verwenden. Er erfreut sich sogar einer großen Beliebtheit unter Mixologen. Dann wird der Whisky Sour auch Scotch Sour genannt. Schottische Whiskys können sehr komplexe, rauchig-süße und würzige Aromen haben. Das beeinflusst den Geschmack des Cocktails enorm und gibt dem Barkeeper einen größeren Spielraum, um mit dem Mischungsverhältnis zu experimentieren.

 

Für Fortgeschrittene: Das richtige Mischungsverhältnis

Whisky ist immer die Hauptzutat. Mal ist er rund und weich, mal rauchig-süß, sogar torfig und würzig kann er schmecken. Er bestimmt deshalb, welches Mischungsverhältnis zwischen Whisky, Zitronensaft und Zuckersirup am besten schmeckt. Profis experimentieren unentwegt, bis sie ihr perfektes Rezept gefunden haben.

Viele Barkeeper nehmen auch deutlich mehr Whisky als in unserem Basisrezept, etwa 6 bis 7 cl. Manchmal werden Bourbon Sours zusätzlich mit Single Malts aromatisiert. Und je hochwertiger der Whisky, desto weniger Zuckersirup wäre theoretisch möglich.

Mit folgenden Mischungsverhältnissen kannst du zum Beispiel experimentieren: Häufig wird im Verhältnis 6:3:2 (Whisky, Zitronensaft, Zuckersirup) gemixt. Alkohollastiger und trocken sind Rezepturen mit 7:2:2 und noch trockener mit 7:2:1 für besonders hochwertige Whiskys.

 

Welche Garnitur für den Whisky Sour?

Ein guter Whisky Sour braucht im Grunde genommen keine Deko – vor allem, wenn er durch das Eiweiß eine hübsche Schaumkrone bekommen hat. Meistens werden Kirschen oder Orangenscheiben verwendet.

Frische Kirschen sind immer besser als künstlich schmeckende Cocktail- oder Maraschino-Kirschen. Dasselbe gilt übrigens auch für den verwendeten Zitronensaft. Er sollte immer frisch gepresst sein. Das Zitronensaftkonzentrat aus den gelben Plastikfläschchen sollte man sowieso meiden.

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