Corona-Update

Wertvoller als Gold: So wird der Corona-Impfstoff geschützt

Aus Angst vor Überfällen wird der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech strengstens bewacht.

Corona-Impfstoff von Biontech
Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech Foto: imago images / Laci Perenyi

Corona-Impfstart in Deutschland

Die Vorbereitungen für den Corona-Impfstart in Deutschland befinden sich in vollem Gange. Der vom Mainzer Unternehmen Biontech in Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Impfstoff könnte ab Mitte Dezember 2020 zugelassen und verfügbar sein.

Ausgangspunkt der Verteilung sind die deutschen Produktionsstätten der Firmen in Mainz, Marburg und Idar-Oberstein. Dabei sollen spezielle Transportboxen mit Trockeneis zum Einsatz kommen – und Polizeischutz ist ebenfalls vorgesehen, berichtet Bild.

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So wird der Impfstoff geschützt

Grundsätzlich übernimmt wohl die DHL die Koordination des Impfstoff-Transports. Der Paketdienst verfügt jedoch über keine eigenen Kühltransporter, weshalb Speditionen mit Spezialisierung auf pharmazeutische Produkte beauftragt werden sollen.

Polizeischutz soll es laut Bild dann geben, "wenn die Dosen in normalen VW-Bussen von Autovermietungen an die Impfzentren geliefert werden. Auch denkbar, dass Geldtransporter oder Spezialfahrzeuge der Bundesbank genutzt werden".

Für die Bewachung der Lager werden beispielsweise in Baden-Württemberg voraussichtlich Sicherheitsdienste eingesetzt, aber auch die Bundeswehr könnte beim Schutz des Corona-Impfstoffes noch eine tragende Rolle spielen.

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach von der SPD dazu: "Solange die Impfstoffe rar sind, sind sie wertvoller als Gold."

Diese Gruppen werden zuerst geimpft

370 Impfzentren sollen ab Mitte Dezember deutschlandweit betriebsbereit und täglich im Drei-Schicht-System von 7 bis 21 Uhr im Einsatz sein. Als erstes kommen dann vermutlich kranke und ältere Menschen sowie Pflegekräfte und Krankenhausmitarbeiter an die Reihe.

Erst wenn die priorisierten Bereiche geimpft wurden, wird der Wirkstoff für die Allgemeinheit freigegeben. Wie man erfährt, zu welcher Gruppe man gehört, ist bislang unklar.