Kulturbanausen

Weil sich ihr Kind nicht benehmen konnte - Mutter kassiert 125.000-Euro-Rechnung

Kurz nicht aufgepasst, schon ist es zu spät. Kinder tollen, laufen und spielen, das ist ihre Natur. Nur wenn ein 125.000-Euro-Kunstwerk dabei zu Schaden kommt, hört der Spaß auf.

Kind zerstört Kunst
Kind zerstört Kunst Foto: KSHB 41 Action News

Der Besuch einer Hochzeit in Overland Park, Kansas, entpuppte sich für Familie Goodman zu einem kostspieligen Unterfangen. Die Location der Feier war mit mehreren Kunstwerken versehen, darunter einer Glas-Statue. Ein Kind, kurz aus dem Sichtfeld der Eltern verschwunden, umarmte diese und brachte sie zu Fall.

Wie KSHB 41 Action News berichtet, könnte den Eltern nun eine satte 125.000-Euro-Rechnung ins Haus flattern.

"Wir hörten einen großen Tumult und ich dachte: Wer schreit da meinen Sohn an?", erinnert sich Sarah Goodman, Mutter des Kindes. "Dieser Glasmosaik-Torso lag auf dem Boden und jemand kam auf mich zu und verlange meine persönlichen Informationen."

Sarah sieht die Schuld nicht bei sich, sondern bei den Veranstaltern, die für einen besseren Schutz der Kunstwerke hätten sorgen müssen.

"Es gab kein Plexiglas, keine Abgrenzung. Nicht einmal ein 'Nicht anfassen'-Schild."

Die Stadt strebt nun eine Versicherungsklage gegen die Familie an. Sean Reilly, ein Sprecher der Stadt, sieht sich im Recht: "Es war ein Stück, das uns ausgeliehen wurde und für das wir verantwortlich sind. Das ist öffentliches Geld."

Zynisch fügte er hinzu: "Es ist eine gesellschaftliche Verantwortung, nicht mit Sachen zu interagieren, die nicht für Interaktionen geeignet sind." Offenbar etwas, das ein kleines Kind von der Wiege aus zu wissen hat.

Das i-Tüpfelchen bei der ganzen Sache sei, beklagt Sarah, dass niemand nach dem Wohl ihres Sohnes frage, auf den die Statue beinahe gefallen wäre.