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Wegen Hamsterkäufern: Aldi ergreift drastische Maßnahme

Es sind ungeheuerliche Zeiten. Die ganze Welt ist zurzeit aus den Fugen geraten, da werden auch schonmal Maßnahmen ergriffen, die es so noch nicht gegeben hat. Eine Premiere für Discounter Aldi.

Aldi greift zu ungewöhnlichen Maßnahmen
Aldi greift zu ungewöhnlichen Maßnahmen Getty Images / Matthew Horwood

Auch der Discounter-Riese hat ein Problem

Kunden von Aldi erwarten natürlich zunächst einmal die typischen, geldbeutelschonenden Discounterpreise. Das geht natürlich nur, wenn auch Produkte da sind, die mit Preisen belegt werden können. Und da beginnt dieser Tage die Problematik.

Dank einer Nation aus eingeschüchterten Hamster-Käufern sind etliche Artikel in Deutschland einfach nicht mehr zu bekommen.Selbst für Aldi nicht. Das gilt im besonderen Maße für Produkte aus Hartweizengrieß, sprich Nudeln.

Aldi reagiert auf Auswüchse der Corona-Krise

Als wäre das alles nicht schon kompliziert genug, kommen jetzt auch kaum noch LKW und Züge aus Italien nach Deutschland, sodass sich Aldi – auch gerade im Hinblick auf den zu erwartenden Oster-Ansturm – genötigt sah, das begehrte Lebensmittel per Sonderzug zu importieren.

Im Auftrag des Discounter-Riesen hat die Bahn-Logistiktochter DB Schenker deshalb in einer ersten Lieferung Unmengen von Nudeln nach Deutschland verfrachtet.

Große Zahlen zu kleinen Nudeln

Wie das Unternehmen per Pressemeldung verlautbaren ließ, hat eine riesige Menge Nudel-Produkte dieser Tage Nürnberg erreicht.

„Mehrere Sonderzüge haben bereits in einer ersten Lieferung über 60.000 Pakete Fusilli, mehr als 75.000 Pakete Penne und weit über eine Viertelmillion Pakete Spaghetti aus Italien nach Nürnberg gebracht.“
Aldi-Pressemeldung

Insgesamt seien es 200 Tonnen Pasta auf rund 300 Paletten gewesen, so das Unternehmen. Von Nürnberg aus wird die Ware nun an die Filialen in Süddeutschland verteilt.

Ob Aldi-Nord ähnliche Pläne hegt oder noch genug Nudeln auf Lager hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Neue Geschäftsbeziehungen

Unabhängig davon scheint sich mitten in einer schweren Weltwirtschaftskrise eine neue, fruchtbare Geschäftsbeziehung – sprichwörtlich – anzubahnen.

Die erste Lieferung scheint so problemlos geklappt zu haben, dass Aldi jetzt darüber nachdenkt, DB Schenker dauerhaft in seinen Geschäftsplan miteinzubeziehen.

Ein Sprecher des Logistikunternehmens bestätigte diesbezügliche Gespräche. Auch sei bereits eine zweite Lieferung mit noch mehr Nudeln auf dem Weg.

Damit kann Corona-Ostern kommen. Zumindest für die süddeutschen Aldi-Kunden.

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