İyi günler!

Wegen Erdogan: Berlin führt Türkisch-Unterricht an Grundschulen ein

Bald gibt es für unsere Jüngsten ein neues Unterrichtsfach. Dem türkischen Generalkonsulat und dessen Beschwerde sei Dank, steht nun bald Türkisch auf dem Lehrplan von Grundschülern

Türkisch-Unterricht an Berliner Grundschulen
Türkisch-Unterricht an Berliner Grundschulen Foto: iStock / vgajic / Montage Männersache

Man muss kein Orakel befragen oder in die Glaskugel schauen, um herauszufinden, wer da seine Hände mit im Spiel hat: Recep Tayyip Erdoğan, der mächtige und allseits beliebte Großwesir des osmanischen Reiches.

Und so bietet die Schulverwaltung in Berlin seit dieser Woche Türkisch-Unterricht an. Und das ist gut so. Warum? Weil das eine Alternative zum Türkisch-Unterricht am Berliner Generalkonsulat ist.

Nationalistische Töne aus türkischem Konsulat

Dort soll nach Aussagen diverser Eltern ein extrem konservativer und nationalistischer Ton vorherrschen, verbreitet durch Erdogan-treue Kräfte. Mit der jetzt gestarteten Initiative soll dem entgegengewirkt werden.

Das Ganze soll vor allem auch als Signal für Migranten-Familien verstanden werden. Ihre Herkunftskultur und -sprache wird damit in Deutschland noch mehr anerkannt und gewürdigt.

Die Grundschüler einiger Berliner Schulen werden jetzt zwei Stunden pro Woche in Arbeitsgemeinschaften von Lehrern des Landes Berlin unterrichtet und damit explizit ohne den politischen Einfluss der Erdogan-Regierung.