Gaming-Update

Wegen Corona: Kinos werden an Gamer vermietet

Südkoreas größte Kinokette CGV vermietet ihre Kinosäle an Gamer, um gegen die sinkenden Einnahmen anzukämpfen, die sie aufgrund der Corona-Beschränkungen erleiden.

Leerer Kinosaal
Gamer können sich in Südkorea Kinosäle zum Zocken mieten (Symbolbild) Foto: iStock / RgStudio

Die Kinos in Südkorea haben mit geringeren Einnahmen zu kämpfen, weil sie durch die Corona-Beschränkungen im Land lediglich 50 Prozent ihrer Kapazitäten nutzen können. Außerdem werden zurzeit weniger Filme veröffentlicht, wodurch ebenfalls weniger zahlende Kinobesucher kommen.

CGV, die größte Kinokette Südkoreas, kam deshalb auf die Idee, ihre Kinosäle an Gamer zu vermieten, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.

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Gute Idee zur Nutzung leerer Kinosäle

Gedacht, getan. Bis zu vier Personen können sich nun vor 18 Uhr einen Kinosaal für zwei Stunden zu einem Preis von rund 90 US-Dollar mieten. Nach 18 Uhr steigen die Kosten auf knapp 135 US-Dollar. Die Konsole, Controller und Spiele müssen die Gamer selbst mitbringen.

"Als ich darüber nachdachte, wie wir die leeren Kinosäle nutzen könnten, realisierte ich, dass Games heutzutage genauso wie Filme eine exzellente Grafik und gut strukturierte Geschichten vorweisen", wird der CGV-Angestellte Seung Woo Han, der die Idee hatte, in einem Bericht der BBC zitiert.

Kinoessen nach Hause bestellen

Seit Beginn der Aktion Anfang des Jahres wurden bereits mehr als 130-mal Kinosäle von CGV zum Zocken gebucht – vorwiegend von Männern in ihren 30ern und 40ern, aber auch von Paaren und Familien.

Die Kinokette verdient daneben auch zusätzliches Geld damit, dass sie es ihren Kunden ermöglicht, das Essen, das sie im Kino anbietet – Popcorn, Nachos, Corn Dogs etc. – zu sich nach Hause zu bestellen. Sehr einfallsreich!