Männerwissen

DAS wissen Delfine über Aliens

Lange Zeit war die Frage, wie man mit Außerirdischen sprechen kann, Science-Fiction-Filmen und Spinnern vorbehalten. Heute suchen ganze Forschungsinstitute nach einer Antwort – und das mit der Hilfe tierischer Nachhilfelehrer.

Aliens und Delfine
Könnten Delfine mit Aliens kommunizieren? Foto: iStock / werbeantrieb / Vac1 (Collage Männersache)

Für die Besucher des Erlebnisparks ist er längst selbst so etwas wie eine Attraktion: Jeden Tag steht der Mann mit dem weißen Bart vor dem Fenster zum großen Aquarium – und spricht anscheinend mit den Delfinen auf der anderen Seite.

Die Tiere tummeln sich vor der Scheibe, pfeifen vergnügt, während Kinder neugierig stehen bleiben – und wissen wollen, was der Mann da macht? Welchen Trick zeigt er den Delfinen? Doch der Schein trügt. Der Mann ist kein Delfin-Trainer.

Ganz im Gegenteil. Er ist hier der Schüler – und die Delfine sind die Lehrer, die ihm helfen sollen, die Sprache von Aliens zu verstehen.

Laurance Doyle ist Astrophysiker am SETI Institute (Search for Extraterrestrial Intelligence) in Kalifornien – jener Einrichtung, die nach Nachrichten aus dem All sucht und der Frage nachgeht, ob es da draußen intelligente Lebensformen gibt.

Das Problem: Seit Jahrzehnten streiten Experten darüber, ob wir überhaupt in der Lage wären, eine Nachricht von E.T. & Co. zu erkennen – geschweige denn, zu verstehen. Nutzen Außerirdische überhaupt Laute? Kennen sie Wörter?

Und wie übersetzt man eine Sprache, die sich womöglich weit über das Vorstellbare hinaus von den Kommunikationsprinzipien des Menschen unterscheidet? Doyle will diese Fragen beantworten – und zwar mithilfe der Delfine.

Der Grund: Die klugen Tiere verständigen sich über ein Lautsystem, das einerseits ähnlich komplex ist wie das der Menschen (Delfine nutzen etwa Wörter und Grammatik) – und sich andererseits dennoch so sehr von der menschlichen Sprache unterscheidet, dass man damit optimal die Entschlüsselung einer Aliensprache simulieren kann.

Und die Wahrheit ist auch: Um vom Wissen der Delfine zu profitieren, muss Doyle sie nicht abrichten oder konditionieren. Er muss ihnen nur aufmerksam zuhören – und lernen.

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