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Männerwissen

Was passiert auf einer Kreuzfahrt mit übrig gebliebenem Essen?

Wenn schon, denn schon! Wer sich eine luxuriöse Kreuzfahrt leistet, der möchte es auch auf dem Teller knallen lassen. Entsprechend fahren die Reedereien bei ihren Buffets auf. Aber was passiert eigentlich mit den Resten?

Was passiert mit den Resten eines Kreuzfahrt-Buffets?
Was passiert mit den Resten eines Kreuzfahrt-Buffets? iStock / Andrei Kavaliou

Gigantische Nahrungsmittelmengen

Auf manchen Kreuzfahrtschiffen, wie beispielsweise auf der Aida Nova, haben die zahlenden Gäste die Qual der Wahl: Sagenhafte 17 Restaurants befinden sich an Bord.

Die lassen sich nur aufrechterhalten, wenn in jedem Hafen, in dem angelegt wird, frische Lebensmittel nachgekauft werden. Die Zahlen sind alle XXL-Style.

Für 2.600 Passagiere, die über den Atlantik schippern, rechnet der Smutje mit folgenden Verzehrposten: 13.200 Portionen Müsli, 37.000 Eier, 7.500 Portionen Marmelade. Dazu etwa sechs Tonnen Fleisch und sieben Tonnen Obst.

Entsorgung im Meer

Natürlich bleibt bei solchen Zahlen viel Essen übrig. Aber was passiert damit? Die Bioabfälle dürfen jenseits der Dreimeilenzone (das sind etwa 5,5 Kilometer vor der Küste) im offenen Meer entsorgt werden. Auch bei größeren Mengen gibt es dort natürlich mehr als genug Abnehmer.

In flacheren Küstenregionen könnte eine solche Nahrungsverklappung dagegen zu Problemen führen, da dann eine Überdüngung stattfände.

Regelung muss geändert werden

Allerdings stößt diese bisher praktizierte Regelung mittlerweile an ihre Grenzen. "Schuld" sind die immer größer konzipierten und gebauten Kreuzfahrtschiffe, die auch viel mehr Gäste aufnehmen können, die natürlich auch alle verköstigt werden möchten.

Sönke Diesener, Referent für Verkehrspolitik beim Naturschutzbund Deutschland (NABU), fordert deshalb: "Für uns ist ganz klar: Der Anspruch für jegliche Schiffe muss sein, dass keinerlei Abfälle mehr über Bord gegeben werden."

Neben den Bioabfällen werden allerdings auch tonnenweise weitere Nahrungsmittelabfälle entsorgt. Das ist bitter, aber bei einer Verköstigung von tausenden Menschen per Buffet bleiben Zwangsläufig Reste übrig.

Hinzu kommt, dass die Reste auch nicht einfach vor Ort gespendet oder anderweitig umverteilt werden können, da manch angelaufene Länder sehr rigide Hygienevorschriften haben.

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