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Männerhelden

Was macht Robert Redford heute?

Robert Redford hat sich zur Ruhe gesetzt. Oder doch nicht? Wird Sundance Kid wirklich nie wieder vor eine Kamera treten? Wir haben herausgefunden, was Robert Redford heute macht. 

Robert Redford 1998 in Der Pferdeflüsterer
Robert Redford 1998 in "Der Pferdeflüsterer" Touchstone Pictures

Robert Redford: Der Star ohne Schublade

Robert Redford ist Hollywoods Mann für alles. Sich auf ein bestimmtes Genre festzulegen, kam der US-Legende nie in den Sinn.

Nach zahlreichen Flops – darunter "Hinter feindlichen Linien" (1962) und "Verdammte, süße Welt" (1965) – sorgte Robert Redford in der Komödie "Barfuß im Park" (1967) erstmals für Begeisterungsstürme.

Seitdem stehen Gaunerfilme wie "Der Clou" (1973), historische Dramen wie "Der große Gatsby" (1974), Sportfilme wie "Der Unbeugsame" (1984), Spielfilme wie "Der Pferdeflüsterer" (1998) und Superheldenstreifen wie "Avengers: Endgame" (2019) auf der Filmliste des Megastars. Nicht zu vergessen natürlich Western wie "Jeremiah Johnson" (1972).

Redfords berühmtester Film aber ist nach wie vor "Butch Cassidy und Sundance Kid", der 1969 in Deutschland den langweiligen Titel "Zwei Banditen" verpasst bekam. In diesem Western feierte Robert Redford an der Seite von Paul Newman (1925-2008) seinen endgültigen Durchbruch in Hollywood.

Vier Jahre später schrieben die beiden mit der Gaunerkomödie "Der Clou" Filmgeschichte.

Doch bis zum großen Erfolg war es sehr steiniger Weg für Robert Redford.

Über Europa nach Hollywood: Redford und die Kunst

Charles Robert Redford wurde am 18. August 1936 in Santa Monica, Kalifornien geboren und zunächst schienen alle Zeichen auf eine große Sportkarriere zu deuten:

Mit gerade eimal 19 Jahren erhielt der Amerikaner ein Baseball-Stipendium der University of Colorado Boulder.

Tragischerweise verstarb im selben Jahr seine Mutter Martha, was den Jugendlichen vollkommen aus der Bahn warf. Robert Redford begann zu trinken und die Schule sowie den Sport zu vernachlässigen. Letztendlich verlor er sein Stipendium und hielt sich fortan mit Jobs auf Ölfeldern über Wasser.

Doch trotz der geplatzten Sportkarriere hatte Robert Redford Ziele. Mit seinem Ersparten reiste er nach Europa und studierte in Paris und Florenz an unterschiedlichen Kunstakademien, ohne jedoch einen Abschluss zu machen.

Nach seiner Rückkehr in die USA fasste Redford einen "Notfallplan", wie er es später nannte: Er schrieb sich an der American Academy of Dramatic Arts ein, wollte bald möglichst aber zurück nach Europa, um sich weiter der bildenden Kunst zu widmen.

Hollywood machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Hollywood reicht ihm nicht

Obwohl der Amerikaner in den 70er Jahren zur Crème de la Crème Hollywoods gehörte, strebte der Star stets nach mehr.

Er fing an, Regie zu führen und konnte mit seinem Debüt "Eine ganz normale Familie" (1980) direkt einen Oscar für die beste Regie einfahren – eine Ehre, die ihm als Schauspieler bis zum Jahr 2002 verwehrt bleiben sollte.

Als Robert Redford 2002 mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, würdigte die Academy nicht nur seine Verdienste in der Glitzerwelt Hollywoods. Im Fokus der Ehrung stand auch das Sundance Institut, das Redford 1980 gegründet hatte.

Inzwischen ist Sundance eine Marke. Mehr noch, eine Institution. Das Sundance Institut fördert unabhängige Filmschaffende und feiert mit dem jährlichen Sundance Film Festival das größte und wichtigste Treffen amerikanischer Independent-Regisseure, die kein Interesse an Blockbustern und Hollywood'schem Einheitsbrei haben.

Robert Redford auf dem Sundance Film Festival 2019
Robert Redford auf dem Sundance Film Festival 2019 Dia Dipasupil/Getty Images

Doch zu Sundance gehört noch mehr: das Sundance Mountain Resort zum Beispiel. 1969 hatte Robert Redford ein Tal am Fuße des Timpanogos Bergmassivs in den Rocky Mountains gekauft – für 500 US-Dollar! Dort ist inzwischen ein über 2000 Hektar großes Luxusresort entstanden, wo Touristen ganzjährig entspannen und Sport treiben können.

Redford selbst ist leidenschaftlicher Skifahrer, woran die Crew vom Mountain Resort nur zu gerne erinnert:

Redford will die Erde retten

Noch etwas ist dem Superstar fernab Hollywoods wichtig: unser Planet. Robert Redford zählt zu den engagiertesten Umweltschützern in Amerika. Ob als Blogger für die "Huffington Post" oder im Namen verschiedener Umweltorganisationen: Der Star macht Lärm.

Das brachte ihm im September 2019 den Preis der Prince Albert II. von Monaco Foundation ein. Die Veranstalter lobten den Schauspieler und Aktivisten:

„Wir freuen uns, Robert Redford zu ehren, der maßgeblich dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für die Umweltherausforderungen der Welt zu schärfen. Mr. Redford ist ein langjähriger Verfechter gegen den Klimawandel und es ist unser Privileg, sein Lebenswerk zu feiern.“

Für den Filmemacher steht eine Frage immer im Mittelpunkt: Welchen Planeten hinterlassen wir unseren Kindern? Klar, dass er so denkt, immerhin hat Robert Redford drei Kinder und vier Enkelkinder. Amy (*1970), Shauna (*1960) und James (*1962) stammen aus Redfords Ehe mit der amerikanischen Historikerin Lola Van Wagenen (*1938), die bis 1985 hielt.

Besonders traurig: Die beiden hatten eigentlich vier Kinder, doch ihr Sohn Scott starb am 17. November 1959 zweieinhalb Monate nach seiner Geburt an plötzlichem Kindstod.

Diesen Verlust beschrieb Robert Redford im Interview mit dem US-Magazin 'AARP' als "Narbe, die nie mehr verheilen wird".   

Was macht Robert Redford heute?

Anfang des Jahres sorgte Robert Redford für Hysterie: Er habe vor, in Rente zu gehen, verkündete er. Sein Film "Ein Gauner & Gentleman", im Original "The Old Man & the Gun", sei sein letzter.

Echt jetzt? Nein, nicht ganz: Wenige Wochen nach dieser Enthüllung ruderte Robert Redford schon wieder zurück. Zwar wolle er tatsächlich nicht mehr als Schauspieler vor eine Kamera treten. Doch "dem Filmgeschäft bleibe ich als Regisseur und als Produzent erhalten", sagte er gegenüber "welt.de".

Doch auch back to the roots ist angesagt bei dem ewigen Frauenschwarm:

„Ich höre nicht auf, ich gehe nur einen neuen Weg. Ich mache diesen Job, seit ich 21 Jahre alt war. Jetzt bin ich 82. Dabei hat mein Leben eigentlich mit der bildenden Kunst begonnen. Ich habe lange dafür gebraucht, die Tatsache zu akzeptieren, dass ich Schauspieler und Regisseur geworden bin. Jetzt möchte ich zu meinen Wurzeln zurückkehren, zur Malerei.“
Robert Redford über seine Zukunft

Auf diesem neuen Lebensabschnitt begleiten wird ihn seine zweite Ehefrau, die Hamburger Malerin Sibylle Szaggars (*1957), die Robert Redford 1996 kennengelernt und 2009 in ihrer Heimat geheiratet hat.

Robert Redford und seine Frau Sibylle Szaggars
Robert Redford und seine Frau Sibylle Szaggars VALERY HACHE/AFP/Getty Images

Video:

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