Der Tüftler mit dem Taschenmesser Was macht MacGyver heute?

Tomasz | Männersache 21.02.2018
Richard Dean Anderson als MacGyver
© Paramount Television

"MacGyver", die Kult-Serie aus den 80er-Jahren, hat sich dank charmantem Witz, einfallsreichen Ideen und natürlich dem unverwüstlichen Schweizer Taschenmesser ins kollektive Pop-Kultur-Bewusstsein eingebrannt. Doch was macht eigentlich der "MacGyver"-Star Richard Dean Anderson heute?

"MacGyver" ist heute ein Synonym für jeden Tüftler und Bastler, der mit einfachsten Mitteln und quasi aus Schrott etwas herstellen kann, das ihn aus jeder Situation herausholt. Eben das war auch das Geheimrezept der 80er-Jahre-Serie "MacGyver", in der Richard Dean Anderson als Sonderbeauftragter der Phoenix Foundation for Research den Armen und Schwachen zur Seite stand.

 

"MacGyver": Eine Paraderolle für Richard Dean Anderson

Richard Dean Anderson wird für immer "MacGyver" bleiben, genauso wie Peter Falk für immer als "Columbo" oder George Peppard als "Hannibal" vom "A-Team" bekannt sein wird. "MacGyver" hat es im Laufe von sieben Staffeln auf 139 Folgen gebracht, die zwischen 1985 und 1992 produziert wurden. 1994 folgten zwei Fernsehfilme: "Jagd nach dem Schatz von Atlantis" und "Endstation Hölle".

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Richard Dean Anderson verkörpert Angus MacGyver (der Vorname wird erst in der fünften Staffel genannt), einen Mann mit einer Vorliebe für Vokuhila-Frisuren und lässige Sportkleidung. Er ist eine Mischung aus Geheimagent, Abenteurer und modernem Robin Hood, der oft in humanitären Missionen im Auftrag der fiktiven Phoenix Foundation for Research auf der ganzen Welt unterwegs ist. MacGyver hat eine tiefe Abneigung gegenüber Schusswaffen, weswegen er Gegner meist durch eine Finte in eine Falle lockt oder mit einem gezielten Faustschlag außer Gefecht setzt.

Was die Serie so beliebt und erfolgreich machte, war die Art und Weise, in der MacGyver sich aus scheinbar jeder noch so ausweglosen Situation dank Einfallsreichtum und Improvisation befreien konnte. Immer in seiner Tasche: Ein Schweizer Taschenmessen. Der Begriff "MacGyverismen" ist heute ein geflügeltes Wort, das für Improvisationstalent, Einfallsreichtum und schließlich alle Erfindungen gelten kann, die aus der Serie hätten stammen können.

"MacGyver" war für den am 23. Januar 1950 in Minneapolis, Minnesota geborenen Richard Dean Anderson der große Durchbruch. Der älteste von vier Söhnen wollte eigentlich Eishockey-Spieler werden. Ein Traum, der endete, nachdem er sich beide Arme brach. Seine Fernsehkariere begann 1976 mit der Seifenopder "General Hospital". Es folgten weitere Fernsehproduktionen und die beiden Kinofilme "Heiße Geschäfte" (1984) und "Verlorene Helden" (1985) – die zwei einzigen Kinofilme in Andersons Karriere. Ab 1985 war er sieben Jahre lang als MacGyver aus den Wohnzimmern vieler Haushalte auf der ganzen Welt nicht mehr wegzudenken.

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"MacGyver" erkundet neue Galaxien

Nach dem Ende von "MacGyver" 1992 schleppte sich Richard Dean Anderson ohne große Erfolge von einem TV-Film zum nächsten.1997 gelang es ihm dann, die Hauptrolle in einer weiteren zum Kult avancierten Serie zu ergattern: "Stargate – Kommando SG-1". Die Serie brachte es auf 214 Folgen, verteilt auf zehn Staffeln. Für seine Rolle als Jonathan "Jack" O’Neill wurde Anderson mit dem Saturn Award als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Später folgten Gastauftritte in Spin-offs der Science-Fiction-Serie "Stargate Atlantis" und "Stargate Universe".

Seitdem ist der MacGyver-Darsteller selten im TV zu sehen, lediglich vereinzelte Gastauftritte in wenigen Serien hat er absolviert, die letzte liegt bereits fünf Jahre zurück. Eine Mitwirkung in der Neuauflage von "MacGyver" von 2016 lehnte der Schauspieler aus Treue gegenüber den Fans des Originals ab. Das Reboot befindet sich derzeit in seiner zweiten Staffel und wird in Deutschland auf Sat.1 ausgestrahlt.

 

Das macht „MacGyver“-Star Richard Dean Anderson heute

Aus der TV-Landschaft scheint sich der US-Schauspieler verabschiedet zu haben. Sein Privatleben hielt er immer unter Verschluss. Obwohl nie verheiratet, hatte er Beziehungen unter anderem zu Hollywoodstars Teri Hatcher ("Desperate Housewives"), Sela Ward ("Auf der Flucht") und Lara Flynn Boyle ("Twin Peaks"). Mit der Schauspielerin Apryl A. Prose hat er seit 1998 eine gemeinsame Tochter namens Wylie Quinn Annarosa Anderson.

In seiner Freizeit engagiert er sich stark für den Umweltschutz und ist Mitglied der Sea Shepherd Conservation Society, die sich insbesondere für ein Ende von Walfang und Robbenjagd einsetzt. Anderson wurde zu einem der Vorsitzenden der Umweltorganisation gewählt. Zudem schloss er sich Mitgliedern der Earth River Expeditions an, um das Filmprojekt "River Project" zu verwirklichen, eine Serie von Dokumentation über die größten Flüsse der Welt.

 
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