He's the unknown stuntman... Was macht Colt Seavers aus "Ein Colt für alle Fälle" heute?

Michael | Männersache 21.02.2018
Ein Colt für alle Fälle
© Ein Colt für alle Fälle

Männersache klärt: Was macht Colt Seavers heute? Der Held aus der Kult-Serie "Ein Colt für alle Fälle", der auch der "Sechs-Millionen-Dollar-Mann" war, hat sich lange nicht mehr auf der Leinwand blicken lassen. So what’s up, Mr. Majors?

Der 1939 in Michigan als Harvey Lee Yeary geborene Schauspieler verdiente sich erste Meriten 1964 als Frank Harbin in dem Film Die Zwangsjacke, wo er im Abspann allerdings noch unerwähnt blieb.

Es folgten Kurzeinsätze in Rauchende Colts und Alfred Hitchcock zeigt. Der erste längerfristige Serienaufenthalt startete 1965 und dauerte vier Jahre bis 1969.

In Big Valley spielt er Heath Buckley und konnte dabei schon mal für Die Leute von der Shiloh Ranch trainieren, die Anfang der 70er Jahre liefen.

 

Was macht Colt Seavers heute?

Seinen Durchbruch erlebte Majors dann mit der Hauptrolle in Der sechs Millionen Dollar Mann. Dort spielt er einen Testpiloten, der nach einem verheerenden Absturz zu einem bionischen Agenten mit nuklearen Gliedmaßen umgebaut wird und fortan für das "Office of Scientific Intelligence" gegen Cyborgs, verrückte Wissenschaftler und natürlich böse Außerirdische kämpft.

Die Serie war sehr erfolgreich, es wurden fünf Staffeln mit insgesamt 106 Episoden abgedreht. Dazu entstanden drei Fernsehfilme: Rückkehr der Roboter, Bionic Showdown und Bionic Ever After. Die letzten beiden Filme wurden bis heute allerdings nicht Deutsch synchronisiert.

Als Spin-Off entstand dann auch noch Die sieben Millionen Dollar Frau (gespielt von Lindsay Wagner), in der Colonel Steve Austin natürlich ebenfalls präsent war.

Neben nicht weiter erwähnenswerten Machwerken mit kruden deutschen Untertiteln (und jetzt erwähnen wir sie doch: Piranhas II – Die Rache der Killerfische oder Starflight One – Irrflug ins Weltall), folgte 1981 die Serie, die ihn für alle Zeiten unsterblich machen sollte und dessen Titelmusik Männer in einem gewissen Alter noch bis heute im Schlaf mitsummen können.

Das legendäre Intro zu Ein Colf für alle Fälle:

 

Ein Colt für alle Fälle war von Anfang an ein überragender Erfolg. Zusammen mit Howie Munson (Douglas Barr) und Jody Banks (Heather Thomas) machte sich Colt Seavers, der eigentlich Stuntman ist (eben der besagte und besungene "unknown Stuntman"), auf die Jagd nach Ganoven, die gegen Kaution frei sind und sich vor ihren Gerichtsterminen drücken.

Mit viel Action, ordentlich in Selbstironie getränktem Humor und dieser verflixt eingehenden Titelmelodie bannte die Serie rund um die Welt Klein und Groß vor den Bildschirmen. Zum Song "The unknown Stuntman" sagte Lee Majors später

"I don’t know why but everybody has a hit in Germany. You know, David Hasselhoff had a hit in Germany, a number one. I had a number one in Germany. I guess they just don’t know much about music over there."

was übersetzt bedeutet

"Ich weiß nicht warum, aber jeder hat einen Hit in Deutschland. David Hasselhoff hatte einen Hit in Deutschland, einen Nummer-eins-Hit. Ich hatte einen Nummer-eins-Hit in Deutschland. Ich glaube, die haben da drüben einfach keine Ahnung von Musik."

Soviel zur oben angesprochenen Ironie. Oder war das vielleicht sogar ernst gemeint? Die Serie jedenfalls lief sechs Jahre lang schaffte es auf 112 Episoden.

ddp images

Obwohl Majors bis heute im Geschäft ist und weiterhin in vielen Fernsehproduktionen auftaucht, konnte er doch nie wieder an den Erfolg des unknown Stuntman anknüpfen.

Neuere Produktion tragen Titel wie Almosting it, Victory by Submission oder Toxin: 700 days left on Earth. Klingende Namen, bei denen aber nichts klingelt. Einzig die TV-Serie Ash vs Evil Dead bringt nostalgische Erinnerungen an die Horror-Komödie The evil Dead zurück.

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