Ruhe in Frieden? Warum sich zwei Grabsteine auf der Rollbahn des Flughafens Savannah befinden

Redaktion Männersache 29.03.2018
Warum sind auf dieser Landebahn zwei Grabsteine?
© Twitter / BruceFeiler

Es sind die einzigen Gräber der Welt, die sich mitten auf dem Rollfeld eines Flughafens befinden - die unglaubliche Geschichte des Flughafens von Savannah.

Rund 150.000 Menschen wohnen in der amerikanischen Metropole Savannah. Viel mehr gibt es über die Stadt eigentlich nicht zu erzählen, wären da nicht diese zwei Grabsteine mitten auf der Landebahn des Flughafens.

Lässig: Dieser Flughafen hat einen eigenen Pool

Lässig: Dieser Flughafen bekommt einen eigenen Pool

Die Geschichte hinter den ungewöhnlichen Mahnmalen beginnt im Jahre 1877 mit dem Tod der Farmerin Catherine Dotson. Ihre Familie beerdigt sie auf einem Friedhof am Rande der damals noch kleinen Siedlung. Wenige Jahre später stirbt auch ihr Mann Richard, der neben ihr begraben wird.

In den folgenden Jahrzehnten werden noch weitere Familienmitglieder und Verwandte neben dem Ehepaar beerdigt, sodass sich auf dem kleinen Friedhof Mitte der 80er-Jahre mehr als 100 Gräber finden. Das Problem: Mittlerweile ist in unmittelbarer Nähe zu den Toten ein Flughafen gebaut worden, der nun erweitert werden soll.

Nach amerikanischem Recht dürfen Gräber jedoch nur dann versetzt werden, wenn die Angehörigen der Verstorbenen ihr Einverständnis dazu geben. Bei Catherine und Richard Dotson ist dies jedoch nicht der Fall, weshalb die Flughafengesellschaft die Landebahn kurzerhand direkt über den Köpfen der Verstorbenen errichten lässt.

Um die toten Farmer jedoch für ihre harte Arbeit zu ehren, entscheiden sich die Verantwortlichen dazu, zwei Grabsteine in das Flugfeld einzulassen. Und so wird in Savannah auch heute noch der Farmer gedacht, die einstmals zum Wachstum der Stadt beigetragen haben.

Mehr zum Thema Flughafen:
Tourist verpasst sich Viagra-Überdosis. Randaliert nackt auf Flughafen
So schleust du dein Getränk durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen

Tags:
Copyright 2018 maennersache.de. All rights reserved.