Respekt, du Halunke! Warum sich japanische Mafia-Mitglieder den kleinen Finger abhacken

Michael | Männersache 28.08.2018
Finger ab!
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Zack, und ab ist der Kleine. Klingt drollig, aber leider ist damit der kleine Finger gemeint. Nun sind wir uns ja wahrscheinlich alle einig, dass Finger besser nicht ab sein sollten.

Wenn mit einem extrascharfen Messer allerdings genügend Druck auf "den Kleinen" ausgeübt wird, bleibt selbigem kaum etwas anderes übrig, als sich vom Rest der Hand zu verabschieden.

Bei den Yakuza in Japan ist es ein schauriges, jedoch fest etabliertes Ritual. Aber warum nur? Nun ja, das ist so eine Sache mit der Ehre unter Verbrechern.

 

Eine Frage der Ehre – deswegen hacken sich Yakuza den eigenen Finger ab

Wenn der Yakuza-Oberboss meint, dass ein Mitglied trotz all seiner kriminellen Energie irgendwie bei der Ausführung eines Jobs  underperformed hat, dann ist das nur auf eine Art und Weise wieder auszubügeln.

Der kritisierte Ganove muss dem Oberhäuptling Ehre erweisen, indem er sich selbst die oberste Kuppe seines kleinen Fingers der linken Hand zwangsamputiert. Autsch!

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Dieses Ritual nennt sich Yubitsume oder auch yubi o tobasu. Es entwuchs den  Zeiten, in denen der kleine Finger noch dringend zum guten Führen eines Schwertes benötigt wurde.

Nachdem das oberste Glied abgetrennt wurde, muss es in Leinen gewickelt und dem Chef übergeben werden.

Heutzutage, da das Fuhrwerken mit einem Schwert auch in Japan nicht mehr aktuell ist, werden Unstimmigkeiten im Verbrechermilieu allerdings auch immer häufiger durch die Zahlung einer Geldstrafe gelöst.

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