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Küchen-Update

Rohes Hähnchen: Vor dem Kochen abspülen oder nicht

In Rezepten wird häufig das Waschen von rohem Hähnchenfleisch gefordert - ist das richtig? Unsere Kolleginnen von liebenswert.de räumen mit den Küchen-Mythos auf und erklären, wie du Geflügel richtig zubereitest, damit es gesundheitlich unbedenklich ist.

Warum man rohes Hähnchen vor der Zubereitung auf keinen Fall waschen sollte
Warum man rohes Hähnchen vor der Zubereitung auf keinen Fall waschen sollte istock / GMVozd

Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich zu waschen ist für viele eine Selbstverständlichkeit, um Schmutz und Bakterien Einhalt zu gebieten. In den meisten Fällen ist das absolut sinnvoll, weshalb dieser Hygienehinweis auch in vielen Rezepten nicht fehlt - zum Beispiel, wenn es um Salate und roh verzehrtes Gemüse und Obst geht.

Bei Geflügel allerdings ist diese Anordnung leider alles andere als hilfreich: Rohes Puten- oder Hähnchenfleisch solltest du vor der Zubereitung nicht waschen. Doch warum ist das so?

Hähnchenfleisch zu waschen erhöht die Keimgefahr

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass insbesondere rohes Fleisch und Geflügel, ebenso wie roher Fisch und rohe Meerestiere mit Krankheitserregern belastet sein können. Im Umgang mit diesen Lebensmitteln sollen Verbraucher deshalb ein besonderes Augenmerk auf ausreichende Hygiene legen. Dazu gehört den Experten zufolge auch, "Geflügelfleisch möglichst nicht [zu] waschen, da sich so Keime in der Küche verbreiten können."

Vor allem der sogenannte Campylobacter, häufigster bakterieller Erreger von Darminfektionen (Durchfallerkrankungen bis hin zu Spätfolgen wie dem Guillain-Barré-Syndrom), kann dabei eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellen.

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Dieser Keim wird über infizierte Tiere auf Lebensmittel und damit auch auf den Menschen übertragen, sofern die Produkte nicht mit ausreichenden hygienischen Maßnahmen behandelt werden. Auf den Nahrungsmitteln selbst können sich die Erreger nämlich nicht vermehren, dafür allerdings gut überleben.

Wird Hähnchenfleisch vor dem Zubereiten gewaschen, können sich durch das Spritzwasser die auf dem Geflügel sitzenden Keime in der Küche ausbreiten und vor allem im Bereich der Spüle ansammeln - das solltest du nach Möglichkeit vermeiden. Wasche Geflügel höchstens, um Knochensplitter und mögliche Reste von Geflügelkot zu entfernen, und gehe dabei sorgsam vor. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, in diesem Fall das Spülbecken und seine Umgebung direkt danach gründlich zu reinigen.

Hygiene beachten: Wie du Geflügel richtig zubereitest

Ist das Fleisch sehr feucht, kannst du es gegebenenfalls mit Küchenpapier abtupfen, bevor du es zubereitest. Achte aber darauf, das gebrauchte Papier direkt wegzuwerfen. Auch Verpackungsmaterial oder mögliches Auftauwasser sollte sofort entsorgt werden. 

Um eine Kreuzkontamination zu verhindern, also die Übertragung von Krankheitserregern eines Lebensmittels auf ein anderes, solltest du außerdem darauf achten, dass rohes Geflügel mit keinen anderen, besonders roh verzehrten Nahrungsmitteln direkt oder indirekt in Kontakt kommt. Das bedeutet: Verhindere, dass Hähnchenfleisch diese berührt oder mit den selben, ungewaschenen Küchenutensilien zubereitet wird. Nimm also am besten getrennte Schneidebretter und Messer für Gemüse und Fleisch.

Legegegartes Fleisch auch nicht in einen ungereinigten Behälter, in dem vorher schon das rohe Geflügel lag. Das BfR rät außerdem, sich zwischen den Arbeitsschritten gründlich die Hände zu waschen (auch unter den Fingernägeln) und Arbeitsflächen zu reinigen.

Darüber hinaus birgt nicht ausreichend erhitztes Geflügelfleisch mit das größte Risiko, sich mit Keimen zu infizieren. Gare Hähnchenfleisch deshalb immer an allen Stellen vollständig durch, bis es innen weiß ist - das entspricht einer Kerntemperatur von 70 Grad für mindestens zwei Minuten. Dabei kann Ihnen ein Fleischthermometer (zum Beispiel über Amazon erhältlich, circa 17 Euro) behilflich sein.

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