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Vorstandsgehälter 2020 gesunken

Die Corona-Pandemie hat 2020 auch an den Gehältern der Firmenbosse geknabbert. Überfressen hat sie sich dabei allerdings nicht.

Frank Appel
Frank Appel, CEO der Deutschen Post Foto: Getty Images / Bloomberg

Nur noch fünf Millionen verdient

Meine Güte, was für ein Jahr war 2020! Es war so schlimm, dass sogar die Vergütungen der Top-Manager zurückgingen. Auf mehr als ein Viertel der Vorjahressumme mussten die Vorstände der DAX-Unternehmen im letzten Jahr verzichten, genauer um satte 28 Prozent, wie der Spiegel meldet.

Verdiente ein DAX-CEO im Jahr 2019 im Schnitt noch 7,4 Millionen Euro jährlich, so waren es 2020 "nur noch" 5,3 Millionen Euro: "Nie zuvor seit der verpflichtenden Veröffentlichung individueller Vorstandsvergütungen haben wir einen so deutlichen Rückgang im Durchschnitt der Vergütungshöhen gesehen", sagt ein Mitglied des Beratungsunternehmens hkp-Group.

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Variable Vergütung im Sinkflug

Dafür ist vor allem die sogenannte "variable Vergütung", die an den Unternehmenserfolg gekoppelt ist, verantwortlich. Die Jahres-Boni der Chefs sanken 2020 im Schnitt um etwa 38 Prozent, die mehrjährigen variablen Bezüge (zumeist Aktienpakete) sogar um 41 Prozent.

Bevor jetzt jemand mit dem Hut herumgeht: Keine Sorge, alle Chefs werden es überleben. Manche profitierten sogar satt von der Krise. Ähnlich wie Amazon ist die Deutsche Post/DHL und damit ihr Chef Frank Appel ein Gewinner der Pandemie. Das Unternehmen verzeichnete 2020 das beste Jahr der Firmengeschichte, Appel strich satte zehn Millionen Euro ein.