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Versprechen an Ungeimpfte: Video bringt FDP-Chef Lindner in Erklärungsnot

Ein Video zeigt Christian Lindner im Wahlkampf, wie er sich gegen die "Diskriminierung von Geimpften" ausspricht. Jetzt werden dem FDP-Chef Lügen vorgeworfen.

Christian Lindner
Christian Lindner Anfang Januar 2022 in Stuttgart Foto: Imago / Arnulf Hettrich

Christian Lindner hatte sich während des Wahlkampfs gegen die 2G-Regel eingesetzt. Die FDP kritisierten die harten Maßnahmen, thematisierten auch die Situation junger Leute, bei denen die Liberalen punkten konnten. Jede vierte Stimme eines Erstwählers oder einer Erstwählerin ging an die FDP.

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Nun ist die Partei jedoch Teil der Regierung. Und damit auch mit zuständig für die Corona-Regeln, mit denen sie so lange haderten.

Video: Lindner im Wahlkampf über 2G

Ein Video, das am 9.Januar 2022 auf Twitter mit der Unterschrift "Das Internet vergisst nie" geteilt und von der 'Bild'-Zeitung aufgegriffen wurde, zeigt den FDP-Chef und heutigen Finanzminister, wie er sich gegen die "Diskriminierung von Ungeimpften" ausspricht.

Ein Bürger sieht den Politiker wenige Meter entfernt vorbeilaufen, es soll an einem Wahlkampf Besuch in NRW sein. Wann genau das Video aufgenommen wurde, ist jedoch nicht klar.

Der Mann ruft zu ihm herüber, dass er seine BVB-Mitgliedschaft gekündigt hat, weil die 2G-Regel ihn ausschließen würde. Daraufhin kommt Christian Lindner näher und sagt, er solle zur FDP kommen. Denn seine Partei sei der Auffassung, dass Ungeimpfte nicht diskriminiert werden.

Der heute Finanzminister führt aus: "Meine Meinung ist: In einer Gesellschaft, wo so viele geimpft sind, kann der Ungeimpfte sich höchstens selbst gefährden. Deshalb sollen auch im Herbst Ungeimpfte zum Beispiel in die Gaststätte gehen können, vielleicht mit der Voraussetzung eines negativen Tests, den sie aber nicht bezahlen müssen, sondern die Solidargemeinschaft.“

Gesundheitsschutz vs. Freiheitsrecht

In den Kommentaren und aufgrund des Artikels der "Bild"-Zeitung werden dem FDP-Politiker Lügen vorgeworfen. Christine Aschenberg-Dugnus, FDP-Gesundheitspolitiken, verteidigt ihren Parteichef auf Anfrage der 'Bild':

"Wir halten die Balance zwischen Freiheitsrechten und Gesundheitsschutz", erklärt sie. Es sei erforderlich, dass man Maßnahmen immer auch neu bewerten muss, wenn sich die Lage ändere.

Offenbar befinden sich die Liberalen, seit sie Teil der Ampel-Regierung sind, in einem Dilemma zwischen "Freiheitsimage und Corona-Schutz", wie die Tagesschau Anfang des Jahres titelte.

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