News-Update

Verschollene Hitler-Briefe auf Dachboden entdeckt

Auf einem Dachboden sind Schriftdokumente entdeckt worden, die ein neues Licht auf den Lebensweg von Adolf Hitler werfen.

Adolf Hitler
Adolf Hitler im Jahr 1939 Foto: Getty Images / AFP

Hitler-Dokumente auf Dachboden entdeckt

Vieles in der Biografie von Nazi-Führer und Massenmörder Adolf Hitler schien bereits gut ausgeleuchtet, doch ein Dachbodenfund in Österreich bringt interessante neue Erkenntnisse ans Licht.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

31 unbekannte Briefe

31 bisher unbekannte Briefe von Alois Hitler im Umfang von rund 35 Schreibmaschinenseiten sind auf einem Dachboden in Österreich gefunden worden.

Der Vater von Adolf Hitler hatte die Briefe an den Verkäufer seines Bauernhofes adressiert. Daraus ergibt sich, dass der Vater einen viel größeren Einfluss auf Adolf hatte als bislang angenommen.

Aus den Schriftstücken wird ersichtlich, dass der autodidaktische Zollbeamte Alois Hitler einen deutlichen Hang zur Selbstüberschätzung hatte, zudem äußert er darin wiederholt seine Verachtung gegenüber Autoritäten. Eigenschaften, die seinem Sohn Adolf ebenfalls zu eigen waren.

Das sagt Experte Sandgruber

Der Wirtschaftshistoriker Roman Sandgruber sagt zu den neuen Erkenntnissen: "Sein Vater wollte immer ein gelehrter Herren-Bauer sein, der besser ist als andere."

Zudem weist Sandgruber auf ein Buch von Adolf Hitlers Jugendfreund August Kubizek hin, in dem deutlich wird, dass der junge Adolf bereits in seiner Jugend in Linz massiv antisemitische Einstellungen entwickelte.

Bislang war angenommen worden, dass Hitler sich erst während seiner späteren Jahre in Wien radikalisierte. So zumindest beschreibt es Hitler in "Mein Kampf".

Über den Vater Alois ist bekannt, dass er gewalttätig gewesen sei - auch gegenüber seinem Sohn. Sandgruber in einem aktuellen Interview im Spiegel dazu: "Er war ein furchtbar autoritärer Vater und schlug auch seinen Sohn Adolf. Das war damals weitverbreitet, dürfte aber bei Alois Hitler das übliche Maß überschritten haben."

Adolf imitierte in seiner Jugend seinen Vater und kopierte beispielsweise dessen Unterschrift. Er folgte weitestgehend den Anweisungen des Vaters. Nur eine Beamtenlaufbahn wollte Adolf dann doch nicht einschlagen, obwohl Vater Alois genau diese für ihn vorgesehen hatte: "Er wollte freier Künstler sein und bloß nicht in die Fußstapfen des Vaters treten."

Adolf Hitler war von 1933 bis 1945 Kanzler des von den Nazis sogenannten Dritten Reiches. Er stürzte die Welt 1939 in den Zweiten Weltkrieg und ist hauptverantwortlich für den Völkermord an den Juden - mit sechs Millionen ermordeten Menschen.