News-Update

Vergiftet! Mysteriöser Tod von 300 Elefanten aufgeklärt

Nach dem plötzlichen Tod von 300 Elefanten in Botswana haben die Behörden nun die Todesursache herausgefunden.

Elefanten
Mysteriöses Elefantensterben in Botswana aufgeklärt (Symbolfoto) Foto: iStock/2630ben

Tod von 300 Elefanten in Botswana aufgeklärt

Der Tod von Hunderten Elefanten Anfang 2020 im südafrikanischen Botswana hat die Naturschützer ratlos gemacht. Nun aber gilt der mysteriöse Vorfall als gelöst.

Zwischen Mai und Juni wurden mehr als 300 Elefantenkadaver entdeckt, von denen viele in der Nähe von Wasserstellen lagen. Der Tod der Tiere wurde als "Naturschutzkatastrophe" bezeichnet, obwohl die Ursache unbekannt war. Monate nach der Entdeckung der ersten Elefanten ist endlich eine Erklärung dafür aufgetaucht.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Was ist passiert?

Im Juli sagte Dr. Niall McCann, Direktor für Naturschutz bei der in Großbritannien ansässigen Wohltätigkeitsorganisation National Park Rescue, gegenüber The Guardian: "Dies ist ein Massensterben auf einem Niveau, wie es seit sehr, sehr langer Zeit nicht mehr vorgekommen ist. Abgesehen von der Dürre kenne ich kein Absterben, das so signifikant gewesen wäre."

Nachdem die Elefanten in der Nähe von Wasserstellen gefunden wurden, testeten Beamte das Wasser, das die Tiere tranken. Sie stellten bei der Analyse fest, dass es Giftstoffe enthielt, die von Cyanobakterien stammen.

Cyanobakterien

Cyanobakterien sind giftige Bakterien, die natürlicherweise in stehenden Gewässern vorkommen und zu den sogenannten Blaualgen heranwachsen können.

Vor allem Elefanten betroffen

Wissenschaftler warnen nun davor, dass der Klimawandel das Gedeihen der Algen in diesen botsuanischen Gewässern verursacht haben könnte.

Mmadi Reuben, leitender Veterinärbeamter des botswanischen Ministeriums für Wildtiere und Nationalparks, sagte auf einer Pressekonferenz: "Unsere neuesten Tests haben Cyanobakterien-Neurotoxine als Ursache für die Todesfälle entdeckt. Dabei handelt es sich um Bakterien, die im Wasser vorkommen."

Die Beamten schlossen zunächst aus, dass besagte Bakterien die Ursache der Todesfälle waren, da nur Elefanten betroffen waren und andere Tiere verschont blieben. Inzwischen geht man jedoch davon aus, dass die großen Tiere besonders anfällig für die "toxischen Blüten" waren, da die Elefanten im Wasser badeten und viel mehr davon aufgenommen haben als andere Tiere, wie BBC News berichtet.

Ein weiterer Grund, warum das Wasser mit dem Elefantensterben in Verbindung gebracht wurde, war, dass das Massensterben Ende Juni aufhörte. Dies soll darauf zurückzuführen sein, dass viele der Wasserstellen zu diesem Zeitpunkt austrockneten, was bedeutet, dass die Elefanten das mit Algen gefüllte Wasser nicht mehr tranken.