Bang Boom Bang USA beschließen Lockerung des Waffenrechts

Tobias | Männersache 08.12.2017
Eine Pistole soll überall verdeckt getragen werden können
© iStock/jedsadabodin

Trotz schlimmer Massaker: Das Repräsentantenhaus der USA beschließt, weitere Beschränkungen beim Waffenrecht aufzuheben.

Die USA sind nicht gerade für strenge Waffengesetze bekannt. Erst in den letzten beiden Monaten kam es zu zwei schweren Massakern. Bei einem Konzert in Las Vegas wurden 58 Konzerbesucher erschossen und in einer texanischen Kirche starben 25 Menschen.

Konsequenz aus diesen Vorfällen: keine! Im Gegenteil. 231 Abgeordnete des Repräsentantenhauses in Washington stimmten dafür, dass verdeckt getragene Waffen künftig auch über die Grenzen von Bundesstaaten oder an Orte gebracht werden können, an denen eigentlich schärfere Waffengesetze herrschen. 198 stimmten dagegen.

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Eine ehemalige Kongressabgeordnete, Gabrielle Giffords, kritisierte den Beschluss scharf. Man habe "direkte Anweisungen der Waffenlobby entgegengenommen", sagte sie laut Spiegel. Bundesgesetze würden außer Kraft gesetzt und unerfahrenen Menschen könnten mit dem Gesetz erlaubt, Waffen in jeden Staat und in jede Stadt mitzunehmen.

Dem Gesetzesentwurf muss der Senat jetzt noch zustimmen, doch das gilt nicht als sicher. Historisch gehört das Recht auf Waffenbesitz in den USA zur nationalen Identität. So ist auch die National Rifle Association (NRA) eine der größten Lobbyorganisationen im Land.

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