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Ratgeber

Unterhalt fürs Kind berechnen: Das müssen Väter 2020 beachten

Zur Berechnung des Kindesunterhalts wird die Düsseldorfer Tabelle herangezogen – und darin hat sich zum 1. Januar 2020 einiges geändert! Hier erfahren unterhaltspflichtige Väter alles Notwendige.

Unterhalt fürs Kind berechnen: Das müssen Väter 2020 beachten
2020 bringt Veränderung beim Kindesunterhalt mit sich iStock / eclipse_images

Die Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle hat keine Gesetzeskraft, gilt aber als Richtlinie in Sachen Kindesunterhalt. Aus den darin angegebenen Beträgen lässt sich der Mindestbarunterhalt ablesen, den unterhaltspflichtige Väter (oder auch Mütter und grundsätzliche Erziehungsberechtigte) zu leisten haben.

Seit dem 1. Januar 2020 gelten neue Regelungen.

Kindesunterhalt: Das ist 2020 anders

Mit Blick auf den Kindesunterhalt sind drei Änderungen gegenüber der Düsseldorfer Tabelle 2019 abzulesen.

   1) Minderjährige Kinder kriegen mehr Geld

Zum Jahresbeginn 2020 wurde eine Anhebung der Bedarfssätze minderjähriger Kinder beschlossen. Diese teilt sich auf wie folgt:

   •   für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (1. Altersstufe) 369 Euro (Anhebung im Vergleich zu 2019 um 15 Euro),

   •   für Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres (2. Altersstufe) 424 Euro (Anhebung um 18 Euro)

   •   für Kinder vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (3. Altersstufe) 497 Euro (Anhebung um 21 Euro)

2) Unterhalt für studierende Kinder

Die Bedarfssätze volljähriger Kinder wurden ebenfalls angehoben und betragen aktuell 125 Prozent des Bedarfs der 2. Altersstufe.

Der Bedarf eines studierenden Kindes, das nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, steigt von bisher 735 Euro auf 860 Euro.

3) Die Selbstbehalte steigen

Erstmals seit 2015 steigt auch der Selbstbehalt, der dem Unterhaltspflichtigen als Grundsicherung zusteht.

Nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen stehen laut der Düsseldorfer Tabelle 2020 demnach 960 Euro Selbstbehalt zu, erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen 1.160 Euro. Bisher waren es 880 Euro bzw. 1.080 Euro.

Diese Richtlinien gelten bei bestehenden Ansprüchen gegenüber minderjähriger Kinder und volljähriger unverheirateter Kinder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden.

Auch bei Ansprüchen auf Ehegattenunterhalt bzw. Unterhaltsansprüchen der Mutter oder des Vaters eines nicht ehelichen Kindes ändert sich der Selbstbehalt ab dem 1. Januar 2020:

   •   1.280 Euro Eigenbedarf bei erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen

   •   1.180 Euro Eigenbedarf bei nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen

Die Kindesunterhalt-Zahlen der Düsseldorfer Tabelle 2020 im Überblick:

Die Düsseldorfer Tabelle 2020
Die Düsseldorfer Tabelle 2020 www.olg-duesseldorf.nrw.de

Bedarfskontrollbetrag: Nicht mit Selbstbehalt verwechseln

In der letzten Spalte der Düsseldorfer Tabelle 2020 wird der sogenannte Bedarfskontrollbetrag aufgeführt.

Dieser ist nicht mit dem Selbstbehalt zu verwechseln. Unter Selbstbehalt verstehen die Behörden das finanzielle Existenzminimum, das dem Unterhaltspflichtigen zu Leben bleiben muss.

Der Bedarfskontrollbetrag ist jener Betrag, der die finanziell ausgewogene Verteilung zwischen dem Unterhaltspflichtigen, dem anderen Elternteil und dem/den Unterhaltsberechtigten gewährleistet. So soll verhindert werden, dass der Unterhaltspflichtige schlussendlich finanziell schlechter gestellt ist als der Unterhaltsberechtigte.

Wichtig: Nettoeinkommen richtig berechnen

Wer den auf ihn zukommenden Kindesunterhalt berechnen möchte, muss darauf achten, sein Nettoeinkommen richtig anzugeben.

Dabei zählt nicht das reine Arbeitseinkommen des Unterhaltspflichtigen.

Das unterhaltsrelevante Einkommen, auch bereinigtes Nettoeinkommen genannt, setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Unter anderem wird dem Arbeitseinkommen eine Pauschale von 5 Prozent abgezogen, mit der Kosten für Arbeitsmittel, Fahrtkosten, Berufskleidung usw. abgedeckt werden.

Auch Mehrbedarf für Krankheiten, private Krankenversicherungsbeiträge oder Aufwendungen für die Altersvorsorge werden vor der Berechnung des Kindesunterhalts vom vollumfänglichen Einkommen abgezogen. 

Einen umfassenden Überblick zum bereinigten Nettoeinkommen bei Kindesunterhalt findest du hier!   

Video:

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