News-Update

Kroatische Stadt verkauft Häuser für 13 Cent

Was macht man, um sich entvölkernde Städte wieder mit Leben zu füllen? In Kroatien können sich jetzt selbst Kinder von ihrem Taschengeld ein Haus leisten.

Dorf in Kroatien mit alten Häusern
Pittoreske Häuser in kroatischem Dorf: 13 Cent pro Stück (Themenbild) Foto: iStock / Fotomax

Entvölkerte Landregionen

Wir kennen die Ausgangsgrundlage bereits aus Italien, wo alte, leerstehende Häuser in schönen kleinen Städtchen aufgrund der Landflucht schon länger Leerstand aufweisen und zu verfallen drohen.

Mit der 13-Cent-Aktion möchte man wieder Menschen in die Städte und Dörfer zurückholen. Die Stadt Legrad an der Grenze zu Ungarn hofft, so wieder Leben in die Gemeinde zu bekommen.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Häuser sind renovierungsbedürftig

Natürlich ist das Angebot – genau wie in Italien – an Auflagen geknüpft. Insgesamt stehen 19 verschiedene Objekte zur Auswahl, die sich allerdings in unterschiedlichen Stadien des Verfalls befinden. Die Auflage ist natürlich, diese Gebäude wieder instand zu setzen.

Das zieht dann logischerweise auch Kosten nach sich. Am Ende hat aber auch derjenige, der über relativ bescheidene finanzielle Mittel verfügt und schon immer in der angesprochenen Region leben wollte, die Möglichkeit, sich Hausbesitzer zu nennen.

Es gibt diverse Bedingungen

Von der Stadt gibt es für jedes der Projekte umgerechnet etwa 3.333 Euro Zuschuss. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dürfte aber jedes der angebotenen Häuser deutlich mehr Renovierungskosten verschlingen.

Und es gibt weitere Bedingungen: Die Hauskäufer und -renovierer dürfen nicht älter als 40 Jahre sein und müssen sich verpflichten, mindestens die nächsten 15 Jahre in Legrad zu wohnen.

Da scheint allerdings für etliche Personen kein Problem zu sein. Der Bürgermeister der Stadt wird zitiert mit den Worten: "Nach einigen Medienberichten über unsere Aktion bekamen wir Anfragen für Häuser aus sehr weit entfernten Orten wie Russland, der Ukraine, der Türkei, Argentinien oder Kolumbien."

Mittlerweile sind 17 der 19 Objekte verkauft.