Naturspektakel Ungewohnte Bilder: Schneefall in der Sahara

Redaktion Männersache 09.01.2018
Schnee in der Wüste
© Karim Bouchetata/Geoff Robinson Photography

Das ist nicht nur selten, sondern auch wunderschön: Am 7. Januar hat es in der Sahara geschneit – das dritte Mal innerhalb der letzten 40 Jahre.

In großen Teilen Deutschlands warten wir immer noch auf Schnee. Da könnte man sich fast schon ärgern, dass es ausgerechnet in der algerischen Wüstenstadt Ain Sefra mehr geschneit hat als bei uns in der Heimat.

Fotos: Der erste Schnee in der Sahara seit 37 Jahren

Fotos: Der erste Schnee in der Sahara seit 37 Jahren

Ganze 40 Zentimeter Schnee fielen in Teilen der nordafrikanischen Wüste – in der Stadt Ain Sefra, die auch als "Das Tor zur Wüste" bekannt ist, betrug die Schneehöhe immerhin fünf Zentimeter. Einige Dünen waren komplett mit Schnee überzogen – ungewöhnlich und atemberaubend.

Das weiße Spektakel war allerding nur für wenige Stunden zu genießen, denn bereits am Nachmittag begann der Schnee zu schmelzen.

Es ist schon das dritte Mal in 40 Jahren, dass es in Ain Sefra geschneit hat. Das letzte Mal fiel zu Weihnachten 2016 Schnee – wie passend. Die Stadt war damals nicht darauf vorberietet, was zu einem Chaos auf den Straßen führte.

Wie kam es zu dem ungewöhnlichen Schauspiel? Hoher Luftdruck aus Europa lenkte kalte Luft nach Süden in Richtung Afrika. Zwar liegt die algerische Stadt  Ain Sefra 3.280 Meter über dem Meeresspiegel, aber das Atlasgebirge, von dem sie umgeben ist, stellt eine natürliche Klima-Barriere dar, was einen Schneefall in der Regel verhindert. An diesem Wochenende hat die feuchte Luft aus dem Norden das Gebirge südlich überschritten – was die weißen Flocken verursachte.

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