Welt-Update

"Unbewohnbare Hölle": Vereinte Nationen sprechen eindringliche Warnung aus

Die Vereinten Nationen appellieren an die Regierungen der Welt und warnen vor einer "unbewohnbaren Hölle" apokalyptischen Ausmaßes.

Verlassene Stadt
Von Menschen verlassene Großstadt (Symbolbild) Foto: iSttock / Bulgac

Schockierender Bericht der UN

In einem am Montag, den 12. Oktober veröffentlichten Bericht machen die Vereinten Nationen die Klimakrise für den "erstaunlichen" Anstieg der Naturkatastrophen in den letzten 20 Jahren verantwortlich.

Aus dem Papier geht hervor, dass im Zeitraum zwischen 2000 und 2019 7.348 Katastrophen verzeichnet wurden, bei denen 1,23 Millionen Menschen ums Leben kamen. Insgesamt waren 4,2 Milliarden Menschen betroffen (viele davon mehr als einmal), was zu globalen wirtschaftlichen Verlusten von rund 2,97 Billionen US-Dollar führte.

China war mit mehr als 500 Naturkatastrophen das am schlimmsten betroffene Land, gefolgt von den USA mit 467.

Die Forscher charakterisieren eine Naturkatastrophe als ein Ereignis, das mindestens 10 Tote mit sich bringt, mindestens 100 Personen unmittelbar betrifft, bei dem ein Ausnahmezustand ausgerufen wurde oder ein Aufruf zur internationalen Hilfe vorliegt.

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Die Ursache

Die Forscher stellen fest, dass die überwiegende Mehrheit dieser Katastrophen klimabedingter Natur ist und in den letzten 20 Jahren vermehrt Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Hitzewellen, Hurrikane und Waldbrände auf steigende globale Temperaturen zurückzuführen sind.

Im Bericht wird auch die aktuelle Coronapandemie angesprochen. Das Virus habe das Versagen "fast aller Nationen" aufgedeckt, eine "Welle von Tod und Krankheit" trotz wiederholter Warnungen von Experten zu verhindern.

"Unbewohnbare Hölle"

Die Erde ist derzeit auf dem Weg zu einem Temperaturanstieg von mindestens 3,2°C. Eine Zunahme, von der die Forscher sagen, dass sie die Häufigkeit extremer Klimaereignisse auf der ganzen Welt erhöht.

Die Wissenschaftler beschuldigen die "Industrienationen", mit der Reduzierung der Treibhausgasemissionen "kläglich gescheitert" zu sein, um die globale Erwärmung auf 1,5 ° C zu halten, wie im Pariser Abkommen festgelegt, und zu verhindern, dass der Planet zu einer "unbewohnbaren Hölle für Millionen von Menschen" wird.

Um das im Pariser Abkommen festgelegte Ziel zu erreichen, müssen die Emissionen in den nächsten 10 Jahren jedes Jahr um mindestens 7,2% gesenkt werden, berichtet CNN.