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Unbekannte fluten Grundschul-Online-Unterricht mit Pornos und Nazi-Symbolen

Momentan finden viele Aktivitäten online statt: Homeoffice ist fast schon Pflicht, ebenso wie Homeschooling. Das ist einer Grundschule in Bayern jetzt zum Verhängnis geworden.

Grundschüler sitzt vor Laptop und schaut Mathe-Lehrer zu
Grundschüler im Homeschooling Foto: iStock / pinstock

Homeschooling mit Hindernissen

So ist es oft im Leben: Im Zweifel haben andere Personen bei neuen Technologien mehr Ahnung als man selber. Das macht prinzipiell erstmal nicht viel, es sei denn, diese Personen nutzen ihren Wissensvorsprung für böse Manipulationen.

So geschehen in einer Grundschule im bayerischen Kelheim. Wegen der Corona-Pandemie herrscht auch hier Homeschooling: Die Schüler verbinden sich über das Netz mit ihrer Schule und lernen am Computer. So weit, so gut.

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Pornos und Nazi-Symboliken

Unangenehm wird es, wenn Fremde Zugang zu diesem Netzwerk erlangen und anfangen, unpassenden Content auf den Bildschirm zu zaubern. In Kelheim staunten Lehrer, Schüler und deren Eltern nicht schlecht, als plötzlich thematisch nicht sachgemäße Inhalte in der Lerneinheit auftauchten.

Exakt geklärt ist das Ganze noch nicht, aber es ist sogar von Nazi-Symbolen, rechten Parolen und pornografischen Filmen die Rede. Die Schulleitung alarmierte sofort die Polizei. In einer anschließenden Pressemitteilung heißt es:

"Gegen 12:15 Uhr bemerkten sowohl Lehrkräfte als auch Eltern, dass Unbekannte sachfremde Videosequenzen mehrere Minuten lang in den laufenden Chat eingespielt hatten."

Die Suche nach den Tätern

Die Beweislage ist uneindeutig. "Im Idealfall hat aber jemand vielleicht eine Bildschirmaufnahme oder einen Screenshot gemacht. Das würde uns natürlich weiter helfen", so Günther Tomaschko, seines Zeichens Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Wie genau sich die Unbekannten Zugang zu dem Videochat verschafften, steht ebenfalls noch nicht fest. Schülerstreiche älterer Geschwister, die das Passwort kannten, werden genau so in Erwägung gezogen wie ein echter Hackerangriff.

Die Schule hat derweil reagiert und eine Sicherheits-Software installiert, die ein erneutes Eindringen in den Grundschul-Chat bis auf Weiteres erst einmal verhindert.