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Überraschendes Ergebnis: Studie untersucht Corona-Infektionsgefahr durchs Furzen

Diese neue Behauptung eines australischen Arztes lässt uns aufhorchen: Können Fürze das Coronavirus übertragen?

Furzkissen
Übertragen Fürze etwa das Coronavirus? Foto: iStock/lucamontevecchi

Seit knapp einem Jahr tragen wir Mund-Nasen-Masken, weil das Coronavirus über die Aerosole in unserer Atmung übertragen wird. Doch nicht nur unser Mund setzt diese Schwebeteilchen frei ...

Infektionsgefahr durch Fürze?

Dr. Norman Shaw, Moderator eines australischen Podcasts namens "Coronacast", erzählte kürzlich, dass Fürze tatsächlich ansteckend sein können.

Er verwies dabei auf eine Studie des Verbandes für Infektionskontrolle und Epidemiologie, die das Infektionsrisiko von Fäkalien untersuchte. Nach dem Toilettengang entstehe, so die Untersuchungen, eine "aerosolierte Toilettenfahne". Diese könne sowohl Kot als auch das Virus enthalten – und damit prinzipiell auch ansteckend sein.

Um die Gefahr einzudämmen, raten die Experten, die Toilettenspülung nur mit geschlossenem Deckel zu betätigen. Das verringere die Fäkalienteilchen in der Luft auf 20 Prozent. Im Anschluss sei es ebenfalls wichtig, sich gründlich die Hände zu waschen.

Zweifel an der Theorie

Wirklich bestätigt ist diese Aussage, dass die Aerosole, die durch Furzen oder Kot an die Luft gelangen, auch ansteckend sind, nicht. So sagt  Dr. Aaron E. Glatt, Professor für Medizin an der Icahn School of Medicine in Mount Sinai: "Allerdings gibt es keine datenbasierten Statistiken, die beweisen, dass Fürze das Risiko einer Corona-Infektion erhöhen.“

Und auch sein Kollege, der australische Gesundheits- und Medienexperte Dr. Sam Hay, äußert Zweifel. Seiner Meinung nach sei die Ansteckungsgefahr durch Furz-Aerosole unendlich gering und die Theorie sehr weit hergeholt. Um präzisere Angaben machen zu können, müsse man das erst einmal weiter untersuchen.