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Trump weigert sich, Maske zu tragen – Wattestäbchen-Fabrik muss Produktion vernichten

Der US-Präsident an vorderster Front im Kampf gegen Corona – so haben es sich einige Marketingstrategen wohl ausgedacht. Der Schuss ging allerdings nach hinten los.

Donald Trump
Donald Trump trägt niemals Mundschutz Getty Images / Saul Loeb

Trump verweigert Mundschutz

Das war ein Schag ins Kontor: Um seine Fähigkeiten als Krisenmanager zu demonstrieren, zeigte Donald Trump Präsenz in einer Fabrik, die Corona-Test-Wattestäbchen herstellt. Jetzt muss die ganze aktuelle Charge vernichtet werden.

In gewohnter Manier stapfte der Präsident ohne Mundschutz oder andere Sicherheitsvorkehrungen seines Weges. Hätte er sich bei seiner Entourage umgesehen, wäre ihm aufgefallen, was vonnöten gewesen wäre.

Ganze Produktion unbrauchbar

Noch besser wäre ein Blick auf die Mitarbeiter, die alle "Made in USA" produzieren, gewesen: Alle hatten Mundschutz, Haarnetz und sogar Laborkittel parat. Um die Reinheit der Produkte und damit unverfälschte Testergebnisse zu garantieren, ist eine solche Ausstattung unabdingbar.

Der Schaden ist jetzt immens. Die herstellende Firma im Bundesstaat Maine muss alle während des Besuches hergestellten Produkte entsorgen, wie USA Today berichtet. Ob sie dafür einen finanziellen Ausgleich erhält, ist fraglich.

Kein Problem für Weißes Haus

Da Wattestäbchen für einen Corona-Test unverzichtbar und ohnehin Mangelware in den Vereinigten Staaten sind, hat Trump seinem Land einen Bärendienst erwiesen. Es scheint nach einer ganzen Serie an Fehlentscheidungen und seltsamen Maßnahmen so, als käme die größte Gefahr für die USA in der ausgeuferten Corona-Pandemie ausgerechnet aus dem Oval Office.

Mitarbeiter des Präsidenten verteidigen dessen beharrliche Weigerung, bei Presseterminen oder überhaupt eine Maske zu tragen. Da er regelmäßig auf das Virus getestet werde und stets negative Ergebnisse vorlägen, sei dies nicht notwendig. Für Trump scheinen also durchaus noch genügend Wattestäbchen vorhanden zu sein.

Seit Dezember 2019 verbreitet sich das Coronavirus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan, hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben nach WHO-Angaben weltweit über 400.000 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 6.900.000 haben sich infiziert (Stand: 9. Juni 2020).

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