News-Update

Treffen mit Merkel: Das sind Greta Thunbergs Forderungen

Das Gespräch zwischen Merkel, Thunberg und Neubauer war auf 90 Minuten angesetzt. Wieviel kann man in dieser Zeit besprechen? Was sind Thunbergs Forderungen? Hier die Antworten.

Greta Thunberg und Luisa Neubauer vor dem Kanzleramt
Greta Thunberg und Luisa Neubauer vor dem Kanzleramt Foto: Getty Images / Maja Hitij

Treffen der Generationen

Da treffen zwei Frauen aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Die eine jung, die andere alt. Die eine voller Enthusiasmus für die Klimaziele, die eigentlich die andere zu erreichen sich verpflichtet hat.

Wenn Greta Thunberg bei Angela Merkel vorbeischaut, ist das mehr als ein Treffen der Generationen. Und die junge Schwedin hat Forderungen im Gepäck.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Appell an Merkels Verantwortung

Zunächst stellt jedoch Thunbergs deutsche Kollegin Luisa Neubauer klar: "Wir haben nur noch sehr wenig Zeit, bevor das 1,5-Grad-Ziel aus unseren Händen gleitet."

Merkel sei die Person, die wie wahrscheinlich sonst niemand in Europa dazu in der Lage sei, das Pariser Klimaschutzabkommen durchzusetzen. Das müsse nun aber auch tatsächlich geschehen. Dazu seien unbequeme Taten vonnöten und es müssten wohl auch ungewöhnliche Wege eingeschlagen werden.

Klimaschutzabkommen umsetzen

Nach dem Treffen begann zunächst Neubauer das Diskutierte zusammenzufassen:

„Wir haben klargestellt, dass das, was wir fordern, nicht mehr und nicht weniger als die Umsetzung des Pariser Abkommens in praktische Politik ist.“
Luisa Neubauer, FFF-Aktivistin

Merkel scheine sich dazu bereitzuerklären, zumindest habe Greta Thunberg den Eindruck, dass Merkel den Ernst der Lage verstanden hat. Die Kanzlerin versprach, sich noch mehr für Klimapolitik zu engagieren.

Merkel und die Kinder

Neubauer betonte dann noch einmal die Verantwortung der älteren Generationen: "Man kann natürlich die Eisberge ignorieren, die in Grönland abschmelzen, aber die eigenen Kinder zu Hause zu ignorieren, das ist schon schwieriger."

Für Merkel nicht unbedingt. Möglicherweise weiß die junge deutsche Klima-Aktivistin nicht, dass Merkel kinder- und damit natürlich auch enkellos ist. Die Verantwortung für ihre jungen Mitbürger und das Weltklima sollte sie natürlich trotzdem spüren.

Fazit

Viel Neues wurde von keiner der am Gespräch beteiligten Parteien für die Medien aufgeboten. Thunberg & Co. haben an die Verantwortung der Staatschefs appelliert, die haben sich einsichtig gezeigt und versprochen, das Thema Klimaschutz mit noch mehr Kraft anzugehen.

Das war es dann auch und das kann man mit Fug und Recht ziemlich mager nennen. Vergebens war es natürlich trotzdem nicht. Wer weiß, wo die Welt stünde, wenn bei diesem Thema der Druck auf die Mächtigen nicht konstant aufrecht erhalten würde?